• Eröffnung: Chambers of Phantom Kino Ballett + Pastel Succubus

  • Do, 29.08.2019 ab 19:00 Uhr
  • NAK. Neuer Aachener Kunstverein
    Passstraße 29
    52070 Aachen
Eröffnung: Chambers of Phantom Kino Ballett + Pastel Succubus - NAK. Neuer Aachener Kunstverein - Aachen

Der NAK präsentiert die beiden Ausstellungen CHAMBERS OF PHANTOM KINO BALLETT und PASTEL SUCCUBUS //ERÖFFNUNG: Donnerstag, 29.08.2019, 19:00 UhrBEGRÜßUNG: Dr. Werner Dohmen, Vorstandsvorsitzender NAKEINFÜHRUNG: Maurice Funken, Direktor NAKCHAMBERS OF PHANTOM KINO BALLETT„Das Phantom Kino Ballett ist Soundfragment und Schwarzes Theater, Holly Woodlawns Nervenzusammenbrüche, Taros animierte Arpeggios, Mario Montez’ Mobile, Maria Callas’ Chiffre und Anna Oppermanns Wimpernschlag.” – Lena Willikens & Sarah SzczesnySeit 2015 arbeiten Lena Willikens und Sarah Szczesny an ihrem audiovisuellen und prozesshaften Drama Phantom Kino Ballett. Mit ihrer für den NAK Neuer Aachener Kunstverein konzipierten Ausstellung Chambers of Phantom Kino Ballett setzen Willikens & Szczesny die permanente Verwandlung ihres Projektes fort.Für die Ausstellung werden Willikens & Szczesny neue Rauminstallationen entwickeln, die während der Laufzeit als Kulisse für Performances und Dreharbeiten für neue Videoarbeiten dienen. Für diese Räume werden sie auf Arbeiten und Requisiten vorangegangener Performances undAusstellungen zurückgreifen und diese über einen gestalterischen Prozess der Dekonstruktion und Rekontextualisierung neu in Szene setzen.Der dialoghafte Charakter der Arbeiten von Lena Willikens & Sarah Szczesny ist das Ergebnis ihrer Collagenartigen Arbeitsweise an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst, Performance, Film und Musik. Die beiden verbinden Dance Music mit Spoken Word, selbstproduzierten und angeeigneten Filmsequenzen, Interviewextrakten und popkulturellen Zitaten.Im Rahmen von Chambers of Phantom Kino Ballett werden Lena Willikens & Sarah Szczesny erstmals ihren installativen Ansatz auch außerhalb der zu bespielenden Institution umsetzen. Mit einer Performance-Prozession durch den an den NAK Neuer Aachener Kunstverein angrenzenden Park, für die sie internationale Künstler_innen – unter anderem Hedda Schattanik, Detlef Weinrich, Vicky Wehrmeister – zu Subjekten des Phantom Kino Balletts machen, lösen sie ganz bewusst die klassischen Raumgrenzen des Kunstvereins auf und stimulieren so einen aktiven Austauschprozess mit der Umgebung.Lena Willikens hat an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Rita McBride studiert. Sie arbeitet als DJ und Produzentin elektronischer Musik und veröffentlicht auf Labels wie Dekmantel, Cómeme und TAL.Sarah Szczesny hat an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Rosemarie Trockel studiert.Gemeinsam haben Lena Willikens & Sarah Szczesny in den letzten drei Jahren in internationalen Galerien, Museen und Clubs das Phantom Kino Ballett aufgeführt und auf dem New Yorker Label Commend / RVNG Intl. die Edition Phantom Kino Ballett auf Kassette und Schallplatte veröffentlicht sowie Ausstellungen in der Galerie pcp (Paris) und im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen (Düsseldorf) realisiert.PASTEL SUCCUBUS „I don’t need to be / Dominated, degraded or flagellated / I don’t need to be / Extorted, exhaulted or supported, / Complicated, contemplated, / Tolerated or liberated / But I do need to be / Penetrated, elevated and appreciated.” – Annette Peacock, The SuccubusDer NAK Neuer Aachener Kunstverein freut sich, die erste institutionelle Einzelausstellung Pastel Succubus der Künstlerin Sarah Szczesny in Deutschland präsentieren zu dürfen. Für die Ausstellung im Kunstverein wird Szczesny interdisziplinär Malerei und Videoarbeiten realisieren und installativ in Szene setzen.Mit dem Titel der Ausstellung bezieht Sarah Szczesny sich auf ihre Radiosendungsserie Pastel Succubus, die sie seit 2015 regelmäßig fortsetzt und die wiederum im Titel auf den Song The Succubus von Annette Peacock anspielt. Die Ausstellung ist geprägt von den Eindrücken eines längeren Japanaufenthaltes der Künstlerin. Im Herbst 2017 lebte und arbeitete Szczesny drei Monate lang in Kyoto und nutzte die Zeit für zahlreiche Recherchereisen durch das Land. Die so gesammelten Eindrücke finden sich in Form von Bildzitaten und Referenzen in den aktuell für die Ausstellung im NAK Neuer Aachener Kunstverein produzierten Arbeiten wieder; so setzt sie sich beispielsweise mit dem Fantum um das Takarazuka Revue Theater auseinander und sammelte Platten der japanischen Popmusik der 1970er und 1980er Jahre von Musikerinnen wie Akiko Yano, Miharu Koshi und Taeko Onuki.Mit ihren Arbeiten untersucht Sarah Szczesny die Existenzbedingungen der Malerei. Indem sie durch experimentelle Eingriffe die Mediumsgrenzen dehnt – beispielsweise über den Einsatz von Gif- und Loop-Techniken sowie von Soundeffekten -, entsteht eine Multidimensionalität, die der Malerei Bewegungscharakter verleiht und sie so in der Tradition von Cartoons verortet. In diesem für Pastel Succubus so essentiellen Prozess der Animation von Collagen vereint Szczesny formale Studien und popkultur-geschichtliche/kunstgeschichtliche Zitate.Sarah Szczesny (*1979 in Starnberg) hat an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Rosemarie Trockel studiert. Ihre künstlerische Arbeit ist gekennzeichnet von der Erforschung der materiellen Rhetorik von Malerei, die sie als erweiterbares Produktionsfeld versteht und die sie in einem steten Ablauf der Konstruktion und Dekonstruktion und in einer Abfolge von Übergängen und Aneignungen zu inszenieren weiß. In der Vergangenheit hatte Szczesny bereits Einzelausstellungen in der Galerie Cinzia Friedlaender (Berlin) und im MINI/Goethe-Institut Curatorial Residencies, Ludlow 38 (New York).Die Ausstellung wird gefördert durch: Königreich der Niederlande // Kunststiftung NRW // Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen // NRW Kultursekretariat // Stadt Aachen // Sparkasse Aachen //