• „…musst nicht erschrecken, mein Kind“

  • So, 07.10.2018 ab 18:00 Uhr
  • Kammermusik Haus Wellensiek
    Wellensiek 108A
    33619 Bielefeld
„…musst nicht erschrecken, mein Kind“ - Kammermusik Haus Wellensiek - Bielefeld
  1. Oktober 2018, 18 Uhr Kammermusik Haus Wellensiek„…musst nicht erschrecken, mein Kind“„Lieder und Tänze des Todes“ von Mussorgsky„Wesendonck - Lieder“ von WagnerSandra Botor, AltOlga Minkina, KlavierWellensiek 108 A33619 BielefeldEintritt: Kostenbeitrag nach eigenem ErmessenAm Sonntag, den 07.10. 2018 um 18 Uhr findet im Rahmen der Konzertreihe 'Kammermusik Haus Wellensiek' ein Liederabend statt. Passend zum herbstlichen Oktober werden die Altistin Sandra Botor und die Pianistin Olga Minkina unter dem Titel „…musst nicht erschrecken, mein Kind“ zwei Liederzyklen aufführen, die „Lieder und Tänze des Todes“ von Mussorgsky sowie die „Wesendonck - Lieder“ von Wagner.Die „Lieder und Tänze des Todes“ von Modest Mussorgski sind sicherlich nicht das bekannteste Werk des russischen Komponisten. Mit seinem Namen verbindet man eher das beliebte Klavierwerk „Bilder einer Ausstellung“. Aber diese Lieder vertonen in faszinierend-fremdartiger Weise die Dialoge des Todes mit den Sterbenden: Liebevoll beruhigt der Tod das sterbende Kind und seine verzweifelte Mutter, bringt dem Kranken ein liebevolles Ständchen, verspottet den erfrierenden Trunkenbold im Schneesturm und mimt den final siegenden Feldherrn im Krieg. Als zweiter Zyklus des Abends werden die „Wesendonck-Lieder“ von Richard Wagner erklingen. Dieses Werk widmete Wagner seiner Muse und Angebeteten Mathilde Wesendonck. Während Wagner und Mathilde sich heimlich leidenschaftliche Briefe schrieben, war die Situation für die Ehepartner der beiden Flirtenden natürlich nicht so anregend. Nach dem Bekanntwerden dieser heimlichen Brief-Affäre drückte Wagner seine letztlich unerfüllte Sehnsucht in diesem gewaltigen Liederzyklus aus. Zwei der insgesamt fünf Lieder verwenden thematisches Material aus der Oper „Tristan und Isolde“, deren Liebesbeziehung auch nicht glücklich ausging. Der beinahe transzendente Klang und die entrückten Texte von Mathilde Wesendonck machen dieses Werk zu einem Hochgenuss.Nach der musikalischen Begegnung mit dem Tod in der ersten Hälfte des Konzertes werden die Zuhörer hier mit einem kurzen Blick in den Himmel versöhnt.