• Ping Pong Gallery: Olaf Ballnus | superreal_punk

  • Sa, 06.10.2018 ab 19:00 Uhr
  • Pubtrinkhalleruhrgebeat@gmail.comGet Directions
    Herner Str. 8
    44787 Bochum
Ping Pong Gallery: Olaf Ballnus | superreal_punk - Pubtrinkhalleruhrgebeat@gmail.comGet Directions - Bochum

06.10.2018 | 19 Uhr | VernissagesuperrealpunkFotos von Olaf Ballnus Eröffnungsrede: Wolfgang Wendland Soundtrack: FischVom 06.10.2018 bis zum 17.11.2018 präsentiert die Ping Pong Gallery c/o Trinkhalle in Bochum die Fotoausstellung superrealpunk von Olaf Ballnus.Olaf Ballnus (geboren 1962 in Bochum) trifft bereits im Jahre 1975 in den hinteren Bänken einer Gerther Lehranstalt auf Wolfgang Wendland, mit dem er im Juli 1982 das Programmkino BALUBA in Langendreer gründet. Trotz einiger Publikumserfolge wie „The great Rock'n'Roll Swindle“ muss das ambitionierte Lichtspieltheater im Oktober 1982 seinen Betrieb mit dem finanziellen Bankrott seiner Betreiber wieder einstellen. Es folgen Bildungsreisen, mit dem Kadett C quer durch die geteilte Republik, zu so verheißungsvollen Orten wie dem UJZ Korn in Hannover oder dem SO36 in Berlin. Doch auch die heimatlichen Wastelands von Herne bieten dem Adoleszenten Erweckungserlebnisse, wenn zum Beispiel Tommi Stumpff von KFC aus dem Autoradio zu ihm spricht: „Ich fühle nichts. Mir ist alles gleich. Wie lange noch?“Im Wendejahr 1989 beginnt Olaf Ballnus an der Universität Essen Fotografie zu studieren. Es folgen vertiefende Studien an der FH Kiel und Praktika bei sehr namhaften Vertretern des Fachs. Seit 1997 arbeitet Ballnus schließlich als angesehener Fotograf für die ganze Bandbreite von Magazinen und Agenturen aus seinem eigenen Studio in Hamburg heraus.„Wenn man nicht schwimmen kann, denkt man, man braucht ungeheure Energie, um prustend, strampelnd über Wasser zu bleiben. Aber wenn man es gelernt hat, genügt schon ein großer Atemzug und man geht nicht unter.“Die hier zusammengetragenen Bilder sind nicht die eines Fotoreporters, der mit festem Auftrag durch die Achtzigerjahre-Republik zog, eine umfassende Fotoserie über diese merkwürdige Jugendbewegung namens Punk zu fabrizieren. Vielmehr blicken wir von innen in die Welt eines jungen Mannes aus dem Ruhrgebiet, der sich auf den Weg gemacht hat, auf den Weg machen musste, weil er eben da, wo er war, nicht reinpasste.In den Geschichten, die seine Bilder erzählen, sind Weggefährten Charakterdarsteller. Wir sehen einen jugendlichen Wolfgang Wendland in einem Roadmovie nach West-Berlin trampen oder jenen mythenumrankten Kadett C in seiner Doppelrolle als Nachtexpress und Stundenhotel. Mit den Nachwendegeborenen von heute blickt der damals gleichaltrige Ballnus ebenso erstaunt in die Mauerstadt wie in einen Kohlenpott vor dem Strukturwandel. Für die schweißgeschwängerten Konzertaufnahmen von den Mimmis, Campino oder Henry Rollins kämpft er sich samt Kamera einmal quer durch den Saal, bis dahin wo es weh tut. Für den aufmerksamen Betrachter ein frühes Zeugnis, wie sich ein fester Wille zum Talent gesellt. Es tritt zu Tage, was dem jungen Punk mit der Kamera alles andere als klar gewesen sein dürfte: Er ist auf einem langen Weg, und es ist der richtige.BuchpräsentationGleichzeitig zur Ausstellung veröffentlicht Olaf Ballnus sein selbst produziertes und verlegtes Fotobuch mit eben dem Titel superrealpunk. Wotan Wilke Möhring hat einen Text über seine eigene Herner Punkzeit beigesteuert. Das Buch kann zur Vernissage in der Ping Pong Gallery käuflich erworben oder über die Homepage www.olafballnus.de bestellt werden.Begleitprogramm zur Ausstellungpunk im alterdie kassierer | 2017 | Film von Olaf BallnusMatthias Schamp | LesungTermine und aktuelle Infos immer unter www.facebook.com/trinkhalleruhrgebeat.Die Ping Pong Gallery in der TrinkhalleDie im September 2015 gegründete Ping Pong Gallery in der Trinkhalle – genauer gesagt, im Tischtennisraum derselben - präsentiert Ausstellungen, die thematisch entweder einen Bezug zur Trinkhalle, ihrem Umfeld, zu Bochum bzw. zum Ruhrgebiet herstellen oder aber sich mit der Ping Pong Gallery als Raum auseinandersetzen. Eröffnet wurde die Galerie mit der Fotoserie „Opel in Bochum“ von Hendrik Lietmann. Die Ping Pong Gallery wird kuratiert von Ulrike Kaßler.Öffnungszeiten: MO–SO | 17-1 Uhr.Pressekontakt: Ulrike Kaßler, fon: +49 (0) 177 4857360.