• Songs & Lyrics by: Maike Rosa Vogel und Luise Weidehaas

  • Do, 06.12.2018 ab 20:00 Uhr
  • Schauspielhaus Bochum (Oval Office)
    Saladin-Schmidt-Straße 2
    44789 Bochum
Songs & Lyrics by: Maike Rosa Vogel und Luise Weidehaas - Schauspielhaus Bochum (Oval Office) - Bochum

Das Konzert- und Talkformat Songs & Lyrics by … stellt Musikerinnen und ihre künstlerischen Einflüsse vor. Pro Abend sind ein oder zwei Singer/Songwriter oder ganze Bands eingeladen, die nach einem Konzert in einem Gespräch mit dem Journalisten und Musiker Max Kühlem über ihre Texte und ihre Arbeit sprechen und Lieblingsplatten präsentieren. So entsteht ein intimer Raum, in dem das Publikum in den Kosmos von Künstlerinnen eintauchen kann, die sich auf der Schwelle zwischen Musik und Literatur bewegen. Die bekannte Reihe setzen wir in der Spielzeit 2018/2019 im neuen Oval Office fort.Maike Rosa Vogel hat sich in diesem Jahrzehnt zu einer der wichtigsten deutschsprachigen Protestsänger*innen gemausert. Nicht zuletzt wegen starken Songs, die waghalsig den Finger in die Wunde der sozialen Ungerechtigkeit legten (“So Leute wie ich”) und dank ihres Entdeckers Sven Regener und unzähligen Konzerten als Support-Act von Element of Crime wurde sie Anfang der zehner Jahre über Nacht zum Star und Liebling der Indieszene und aller Leute, die Bock auf Protestsongs und kuhle Lovesongs haben. Im Sommer hat sie ihr fünftes Album “Alles was ich will” veröffentlicht: darauf hat die Musikerin (fast) alle Instrumente selbst eingespielt, selbst produziert und natürlich alles selbst geschrieben, gesungen und getextet. Man kann es spärlich nennen, eine Frau, eine akustische Gitarre, selbstgeschriebene deutsche Texte, spärlich und längst bekannt, diese Überinstrumentalisierung des Ichs, Ich, ichiger, am ichigsten. Doch Luise Weidehaas klingt neu, neu in ihren jazzigen Phrasierungen, neu die Stimme, die eine ganz eigene Phonetik ihr Eigen nennt und neu in der verbalen Archäologie dessen, was „diese kurzen Sequenzen“, die Momente, bedeuten können. Luise baut die Gitarre wie einen sorgsamen Schutzwall um die fragilen Texte, sie baut ein Netz, um die Zartheit im Text fangen und zurückwerfen zu können, nicht auf sich, auf uns. Das Subjekt ist bei ihr keine Norm, ihre Texte spiegeln sich im Hörer, reflektieren ihn, zeigen die momentane Klarheit dessen, was uns das Gefühl stumm und kollektiv zusammenfasst.In Zusammenarbeit mit dem AKAFÖ-Kulturbüro boskop