• Gesprächskonzert: Beethovens Hammerklavier und die Gehörmaschine

  • Fr, 14.02.2020 ab 18:00 Uhr
  • Bundeskunsthalle
    Helmut-Kohl-Allee 4
    53113 Bonn
Gesprächskonzert: Beethovens Hammerklavier und die Gehörmaschine - Bundeskunsthalle - Bonn

GESPRÄCHSKONZERTBeethovens Hammerklavier und die GehörmaschineFreitag, 14. Februar, 18 Uhr in BonnDer fast vollständig taube Beethoven ließ eine Gehörmaschine auf sein Hammerklavier montieren. Tom Beghin führt vor, wie der Komponist seine letzten drei Klaviersonaten mutmaßlich gehört oder gefühlt hat.zur AusstellungBEETHOVEN. Welt.Bürger.Musik17. Dezember 2019 bis 26. April 2020 Alle Informationen: https://bit.ly/2rIGAHFIm Jahr 1817 schenkte der renommierte Londoner Klavierbauer Thomas Broadwood Ludwig van Beethoven ein Hammerklavier, das bis zu Beethovens Tod in dessen Besitz blieb. Zu diesem Zeitpunkt war der Komponist und Klaviervirtuose fast vollständig taub. Der fortschreitende Gehörverlust beeinflusste die Lebens- und Arbeitsweise Beethovens, der mit der Welt mithilfe von eigens für ihn hergestellten Hörrohren und sogenannten Konversationsheften kommunizierte. Der Wiener Instrumentenbauer Andreas Stein hoffte mithilfe einer 1820 entwickelten, auf den Flügel montierten Gehörmaschine Abhilfe geschaffen zu haben, als er Beethoven vier Jahre später hoffnungsvoll fragte: „Sie hören beßer, wann sie Ihren Kopf unter diese Maschine geben – nicht wahr?”Am belgischen Orpheus Institut in Gent ist es dem Fortepianisten und Musikwissenschaftler Tom Beghin gemeinsam mit Spezialisten gelungen, Beethovens Gehörmaschine zu rekonstruieren.Im Rahmen eines Gesprächskonzerts führt Tom Beghin vor, wie Beethoven seine letzten drei Klaviersonaten op. 109, 110 und 111 mutmaßlich gehört – oder meistens die Vibrationen gefühlt hat. Er spürt außerdem der Frage nach, ob und wie die Gehörmaschine Einfluss auf den Kompositionsprozess hatte.In Kooperation mit dem Orpheus Institut9 €/ermäßigt 7 € Tickets sind erhältlich an der Kasse der Bundeskunsthalle oder über Bonnticket: https://bit.ly/2DPfd1rAbb.: © Pieter Peeters