• Neujahrskonzert

  • So, 19.01.2020 ab 11:00 Uhr
  • Altes Fundamt Bio-Biss
    Auf der Kuhlen 1a
    28203 Bremen
Neujahrskonzert - Altes Fundamt Bio-Biss - Bremen

Rhythmische Worksongs, verträumte Balladen, knallharte und stimmungsvolle Lieder, die das Leben der Seeleute auf den großen Rahseglern im 19. Jhdt. beschreiben – fernab von falscher Seefahrtsromantik und schnulzigen Seemannsschlagern.Die Songs hat HART BACKBORD bei den großen britischen Folk-Sammlern gefunden; dort wird berichtet: Das Schiff ist überhaupt nicht schön, der Kapitän ist der leibhaftige Satan und der ganze Job ist eine fürchterliche Strapaze.Aber im Gegensatz zum unglaublich harten Leben der Seeleute auf See sind die Lieder sehr melodisch und vielseitig. Die Mannschaften der Segler waren oft aus vielen Nationalitäten gemischt, so dass französische, italienische, skandinavische, englische und auch deutsche Musik Einfluss auf die Gesänge nahm. Eine besondere Klangfarbe brachten die farbigen Seeleute mit, die diese Musik noch mit Gospel- und karibischen Elementen würzten.Da Englisch die verbindende Bordsprache auf fast allen Schiffen war, wurden die Songs auch meist in englischer Sprache oder einem englischen Slang gesungen. So entstand eine faszinierende Kulturmischung: Shanties - weltweit die einzige Form wirklich internationaler Folklore.Übrigens: „Salty Dog“ - ein Slangausdruck für einen erfahrenen Seemann, der seine meiste Zeit auf Schiffen verbracht hat. Innerhalb der Mannschaft wird der „Salty Dog“ bei Heuerverhandlungen mit dem Kapitän oder Reeder geschätzt und genießt hohes Ansehen.Zusammen mit der passenden Moderation, in der HART BACKBORD gern etwas zu den Songs und gelegentliches Seemannsgarn erzählt, erhält das Publikum einen unterhaltsamen Einblick in die Kulturgeschichte der Seeleute dieser Epoche.