• Ostmoderne im Bewegtbild: ein Filmabend

  • Do, 24.10.2019 ab 18:00 Uhr
  • Chemnitz Open Space
    Brückenstraße 10
    09111 Chemnitz
Ostmoderne im Bewegtbild: ein Filmabend - Chemnitz Open Space - Chemnitz

Die Auseinandersetzung mit dem Thema der Ostmoderne fand und findet auf und durch zahlreiche Medien statt. Der Film darf an dieser Stelle nicht fehlen. Gezeigt werden zwei Filme:1 || 18:00 Uhr „Das Karl-Marx-Monument“Eine Produktion des Seniorenfilm-Club Chemnitz, 2019, 30 min. 2 || 19:00 Uhr „Manchmal möchte man fliegen“, Ein Dokumentarfilm von Gitta Nickel, DEFA, 1981, 60min.Der Bau des neuen Stadtviertels in Berlin-Marzahn, ein Riesenunternehmen, das ein Dorf verschlingt und Wohungen für Zehntausende schaffen soll. Für die Alteingesessenen aus dem Dorf Marzahn, eingekreist von Hochhäusern, wird das Unternehmen so lebendsbestimmend wie für die jungen Bauarbeiter, die aus allen Teilen der DDR nach Berlin kamen um hier zu bauen.Damalige Reaktionen auf den Film:Von offizieller Seite der DDR hieß es kritisch, sie (Gitta Nickel) habe wohl die „falsche“ Brigade porträtiert. Überliefert ist auch der Spruch von Kurt Hager beim Verlassen der Aufführung zur Abnahme des Films: „Diesmal lassen wir sie noch fliegen, nächstes Mal fliegt sie“.Volker Weidhaas schrieb in der Berliner Zeitung, dass dieser Film über eine nicht schlagzeilenträchtige Jugendbrigade als sachkundig, genau, konkret, problembewusst, polemisch, nicht ohne Humor, doch mit dem nötigen Ernst gedreht, einzuschätzen ist.Die Regisseurin: Gitta Nickel (* 28. Mai 1936 in Briensdorf, Ostpreußen), studierte Germanistin, lebt heute in Werder/Havel. Sie zählt zu den wenigen Regisseurinnen, die in der DDR erfolgreich waren. Seit den 1960er Jahren produzierte sie mehr als 60 Filme, von denen einige auf Festivals ausgezeichnet wurden und immer noch gezeigt werden.