• Kunst, Politik, Erinnerung - Podiumsgespräch

  • Mo, 03.02.2020 ab 18:00 Uhr
  • Kunstsammlungen Chemnitz
    Theaterplatz 1
    09111 Chemnitz
Kunst, Politik, Erinnerung - Podiumsgespräch - Kunstsammlungen Chemnitz - Chemnitz

Im Dezember 2019 geriet das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) mit der Aktion >>Sucht nach uns!<< in eine Kontroverse über die Angemessenheit von politischer Kunst, historischem Gedenken und religiöser Pietät. Neben Berlin wurden auch in weiteren Städten Deutschlands kleinere Satelliten der Aktion aufgebaut, die sich auf die Shoah und den Umgang mit menschlichen Überresten bezogen – so auch in Chemnitz. Der Generaldirektor der Kunstsammlungen, Dr. Frédéric Bußmann, entschuldigte sich nach Bekanntwerden der Details zur Aktion für die anfängliche Unterstützung. Die Installation – die nachweislich keine menschlichen Überreste enthielt – wurde unverzüglich abgebaut. Im Nachgang dieser Vorgänge und Debatten will die für den 3. Februar 2020 in den Kunstsammlungen Chemnitz angesetzte Podiumsdiskussion das Thema Kunst und Shoah aufgreifen. Der Termin ist in unmittelbar zeitlicher Nähe zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar gewählt. Die Aktion der ZPS soll als Ausgangspunkt genommen werden, um über das Verhältnis von Kunst, Shoah und Erinnerung zu sprechen.Teilnehmen werden an diesem öffentlichen und durch den Journalisten Vladimir Balzer moderierten Podiumsgespräch Mirna Funk, Autorin und Urenkelin von Stephan Hermlin, Ronald Hirte, Historiker und Archäologe und Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Naomi Tereza Salmon, Künstlerin und Dozentin an der Bauhaus-Universität Weimar, Nicolaus Schafhausen, Kurator der Ausstellung Tell me about yesterday tomorrow im NS-Dokumentationszentrum München, und Frédéric Bußmann, Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz.Der Eintritt zum Gespräch ist frei.