• Lesung "30 Jahre Antifa in Ostdeutschland"

  • Fr, 11.10.2019 ab 19:00 Uhr
  • Lesecafe " O D R A D E K "
    Leipziger Straße 3
    09113 Chemnitz
Lesung "30 Jahre Antifa in Ostdeutschland" - Lesecafe " O D R A D E K " - Chemnitz

Um aus dem Buch "30 Jahre Antifa in Ostdeutschland - Perspektive auf eine eigenständige Bewegung" zu lesen kommen die beiden HerausgeberInnen und MitautorInnen Christin Jänicke und Benjamin Paul-Siewert. Anschließend gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen und mit denAutorinnen zu diskutieren. Außerdem veganes Essen gegen Spende.30 Jahre Antifa in Ostdeutschland - Was bedeutet das? Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte.30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR bündelt dieser Band nun erstmals sozial-, kultur- undgeschichtswissenschaftliche Analysen. Forscher_innen und AktivistInnen geben dabei Einblicke in persönliche Handlungsanlässe, gesellschaftspolitische Kontexte und bewegungsinterne Debatten. Die Autor_innen widmen sich den Auseinandersetzungen mit der FDJ und DDR-Staatssicherheit, Raumaneignungen durch Hausbesetzungen und das ambivalente Verhältnis von Antifa-Gruppen in Ost- und Westdeutschland.Es werden biographische Aspekte sowie Verständnisse von Militanzrekonstruiert und eine raumtheoretische Perspektive vorgestellt. Weitere Beiträge besprechen das Theorie-Praxis-Verhältnis politischer Bildung, antifaschistische Gedenkpolitik und die Entstehung der Antideutschen. Abschließend werden Dissens und Chancen von zivilgesellschaftlichen Kooperationen beleuchtet.