• JazzNights – The Jazz Animals // Dortmund

  • Do, 07.11.2019 ab 20:00 Uhr
  • Konzerthaus Dortmund
    Brückstraße 21
    44135 Dortmund
JazzNights – The Jazz Animals // Dortmund - Konzerthaus Dortmund - Dortmund

»It must schwing« – Tribute to Alfred Lion & Francis WolffTHE JAZZ ANIMALSwith Émile Parisien (sax, bl), Theo Croker (tp), Glenn Ferris (tb), Yaron Herman (p), Joe Martin (b), Gerald Cleaver (dr) special guests: Benny Golson and Axel Zwingenbergercurated by Siggi Loch----Das ohne Abstriche und Gegenstimmen einflussreichste Jazzlabel der Musikgeschichte , Blue Note Records, feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag.Siggi Loch, selbst Gründer des Jazzlabels ACT, der die Blue Note-Gründer noch persönlich kannte und zu seinem Vorbild machte – kuratiert deshalb eine Band, die ohne Zweifel in der Lage ist, die epochalen Jahre von Blue Note bis zur Mitte der Sechziger Jahre in ein Programm zu gießen, welches einen ähnlich weiten und virtuos geschwungenen Bogen schlägt wie die Künstler von Blue Note.Für seine Retrospektive hat Siggi Loch nun den Saxophonisten Émile Parisien zum Bandleader erkoren, sein Begleitquintett besteht aus Theo Crocker (Trompete), Glenn Ferris (Posaune), Yaron Herman (Piano), Joe Martin (Bass) und Gerald Cleaver (Drums). Als Special Guests werden noch der Hamburger Axel Zwingenberger und der Saxophonist Benny Golson mit von der Partie sein, was getrost eine kleine Sensation genannt werden darf.Der Bandname von Parisiens Projekt, ›Jazz Animals‹, macht jenen Nickname zum Titel, der einst Lion und Wolff verliehen wurde. Außerdem braucht man für jede Art Musik den Rückgriff auf das Tier in sich, um sie glaubhaft auf eine Bühne zu bringen«. Für einen Jazzmusiker wie ihn, für eigentlich jeden Jazzmusiker, sagt Parisien, sei zudem das Werk unter dem Namen Blue Note »im Grunde die wahre Bibel«.Bleibt noch, den leicht skurrilen Titel dieser Karsten Jahnke JazzNights zu erklären. Während Francis Wolff als Fotograf für die bis heute stilbildenden Cover der Alben von Blue Note verantwortlich war, definierte Alfred Lion deren musikalischen Grundsätze. Und weil er als Emigrant der Sprache seiner neuen Heimat niemals wirklich mächtig wurde, lautet der von ihm meistüberlieferte Satz »It must schwing«, an den sich alle seine Musiker hielten. Blue Note ohne Groove war und blieb undenkbar. Das ist zwar noch heute so, dennoch lässt Siggi Loch seine Retrospektive Mitte der Sechziger enden. 1967 ging Lion in den Ruhestand, Wolff starb vier Jahre später. Die Musik, der sie zu Weltruhm verhalfen, darf weiterhin als unsterblich bezeichnet werden. Siggi Loch hat sie nun also mitnichten reanimiert, denn sie ist bislang ja noch gar nicht verstorben. Sie riecht nicht einmal komisch. Sie duftet vielmehr himmlisch und auch verführerisch.