• Zeitzeugengespräch mit Micha Schliesser

  • Di, 09.02.2016 ab 18:00 Uhr
  • Fritz-Henßler-Haus Dortmund
    Geschwister-Scholl-Straße 33-37
    44135 Dortmund
Zeitzeugengespräch mit Micha Schliesser - Fritz-Henßler-Haus Dortmund - Dortmund

Auf Einladung von Jugendring Dortmund und IBB e.V. ist Micha Schliesser zu Gast in Dortmund. Micha Schliesser, geboren 1938 in Berlin, gehört zu den wenigen die im Lager Westerbork überlebten. 1939 kam er als Säugling mit seinen Eltern in die Niederlande. Die Familie wollte in die USA auswandern. Als deutsche Juden waren sie jedoch staatenlos und mussten in den Niederlanden bleiben. Sein Vater entschied sich gegen das Untertauchen und die Illegalität. „Da war mein Vater typisch deutsch,“ berichtet Micha Schliesser.Die Familie meldete sich freiwillig in Westerbork. Mit viel Glück bekam sein Vater die Leitung der Textilproduktion im Lager.Damit konnte die Familie der Deportation entgehen. Der Deportation im letzten Zug der Westerbork verließ, entging er versteckt in einem Erdloch.Micha Schliesser überlebte mit seiner Familie nach der Flucht in die Niederlande den Holocaust. Befragt zur europäischen Asylpolitik sagt er:„Manchmal wünsche ich mir, dass die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen erleben könnten, was es heißt, staatenlos und ohne Pass zu sein.“Entsprechend § 6 Absatz 1 des VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.