• Überlegungen zu den historischen und logischen Voraussetzungen utopischen Denkens

  • Di, 26.04.2016 ab 16:40 Uhr
  • TU Dresden - Hörsaalzentrum
    Bergstraße 64
    01069 Dresden
Überlegungen zu den historischen und logischen Voraussetzungen utopischen Denkens - TU Dresden - Hörsaalzentrum - Dresden

Wird über den Mangel an Utopien heute gemurrt, ihre enorme Wichtigkeit für die politische Arbeit betont und der Tod der Utopie mit einem Schulterzucken bedacht oder gar lauthals begrüßt, so wird doch eher selten darüber geredet, was es denn nun sei, dessen Mangel zu beklagen wäre oder dessen Anwesenheit kritisiert werden müsste. Meist bleibt es dabei völlig unklar, warum eine rein fiktionale Darstellung überhaupt eine Wirkung über den reinen Lesespaß hinaus erlangen sollte.Diese Frage weißt über die Inhalte konkreter Utopien hinaus und richtet die Aufmerksamkeit auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen Utopien überhaupt eine Wirkung entfaltet haben oder aber in welchen sich die Erwartungen, welche in sie gesetzt wurden, bitter enttäuschten. Sie richtet das Augenmerk auf das Subjekt und seine Möglichkeit die gesellschaftlichen Verhältnisse zu erkennen und denkend zu überschreiten. Um besser zu verstehen, was utopisches Denken ausmacht und welche Möglichkeit in ihm verborgen liegen, muss sich mit den Voraussetzungen beschäftigt werden, welche diesem Denken zugrunde liegen. Es spricht Heinrich Hofer vom Referat für politische Bildung