• Kunstgespräch mit Gal Kirn / Slavs and Tatars.Made in Dschermany

  • Mi, 11.07.2018 ab 16:00 Uhr
  • Kunsthalle im Lipsius-Bau
    Brühlsche Terasse
    01067 Dresden
Kunstgespräch mit Gal Kirn / Slavs and Tatars.Made in Dschermany - Kunsthalle im Lipsius-Bau - Dresden

"The Changing Sounds and Words of (no) Resistance”Die Unbeständigkeit von Klängen und Worten des (Nicht-) WiderstandsEin Ausstellungsgespräch in der Ausstellung MADE IN DSCHERMANY mit Gal Kirn und Kathleen Reinhardt.Das Ausstellungsgespräch mit Gal Kirn geht von zwei in der Ausstellung MADE IN DSCHERMANY gezeigten Arbeiten des Kollektivs Slavs and Tatars aus. Die Serie der „Love Letters“ (Liebesbriefe) Teppiche erzählt mit Karikaturen welche auf Wladimir Majakowski zurückgehen, wie qualvoll es zu erleben ist, wenn die eigene Sprache in ein fremdes Alphabet gezwängt wird und welche linguistische Akrobatik bei einem solchen Wandel nötig ist. Slavs and Tatars kehren wichtige Symptome der Veränderungen im postsowjetischen Kontext heraus, welche Gal Kirn weiter beleuchten wird. Welche Diskussionen führen wir heute – ist es ein Schrei nach Empörung oder ein Schrei nach Pluralität von Sprache? Auch die Arbeit „Hymns of No Resistance“ (Hymnen des Nicht-Widerstands) greift Sprachpolitiken auf. Umgearbeitete Kult-Popsongs beziehen Slavs and Tatars auf territoriale Auseinandersetzungen, Sprachen und Geopolitiken im Großraum Eurasien. Aber warum sind diese neuen Lieder wiederum mit ethnischen Helden geprägt?Gal Kirn ist Open-Topic Fellow and der TU Dresden. Bis 2005 studierte er an der Universität in Ljubljana, danach promovierte er an der Nova Gorica-Universität (Slowenien) zum Thema „Conceptualising Politics and Reproduction in the Work of Louis Althusser: Case of Socialist Yugoslavia”. In den folgenden Jahren war er u.a. am Berliner Institute for Cultural Inquiry („Parallax View of Memory Politics in the Post-Yugoslav Context"), an der Alexander-von-Humboldt Stiftung in Berlin sowie in Stuttgart tätig, wo er mit dem Projekt „Thinking the Monument to Sub/Urban Riots“ (zusammen mit Niloufar Tajeri) ein Stipendium an der Akademie Schloss Solitude erhielt, außerdem war er Fellow and der Jan van Eyck Akademie.Das Gespräch findet auf Deutsch statt.Treffpunkt: Kunsthalle im Lipsiusbau // Eintritt frei mit Ausstellungsticket.