• Talk mit Prof. Paolo Tumminelli zu "Yngve Holen. Horses"

  • Mi, 12.09.2018 ab 18:00 Uhr
  • Kunsthalle Düsseldorf
    Grabbeplatz 4
    40213 Düsseldorf
Talk mit Prof. Paolo Tumminelli zu "Yngve Holen. Horses" - Kunsthalle Düsseldorf - Düsseldorf

Zu einem Talk mit Paolo Tumminelli, Professor für Designkonzepte an der Köln International School of Design mit Forschungsschwerpunkt Automobilität, laden wir Sie am Mittwoch, den 12. September, um 18 Uhr ein. Mit Dana Bergmann spricht er über die neue Werkgruppe „Rose Painting“ von Yngve Holen, die sich der Felgen-Formen unterschiedlicher SUV-Modelle bedient. Der Eintritt zum Talk ist frei. Yngve HolenHORSES1. bis 16. September 2018Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt unter dem Titel HORSES in einer zweiwöchigen Einzelausstellung die neue Werkreihe Rose Painting (2018) des deutsch-norwegischen Bildhauers Yngve Holen (1982 in Braunschweig, lebt und arbeitet in Berlin).Zur Ausstellung hat Holen gemeinsam mit dem japanischen Fotografen Satoshi Fujiwara (1984 in Kobe, Japan, lebt und arbeitet in Berlin) ein Künstlerbuch konzipiert. Holen und Fujiwara, der für seine extremen Close-ups und eine hohe Sensibilität für Strukturen bekannt ist, verbindet ein Interesse an der Oberfläche und dem Erscheinungsbild von Dingen. Ein Bild von Fujiwara dient auch als Motiv für das Banner an der Fassade der Kunsthalle.Yngve Holen analysiert in seinen skulpturalen Arbeiten das Verhältnis zwischen Design und der Funktion von Dingen, die damit einhergehende Wertgenerierung und die Fetischisierung von Objekten. Indem er alltägliche Produkte aus Industrie und Technik ihrer ursprünglichen Funktion beraubt, sie verfremdet und in den Kunstkontext überführt, stellt er zugleich Fragen zu industrieller Produktion, aktuellen technischen Entwicklungen und maschinellen Verfahrensweisen. Er untersucht dabei das Verhältnis von Objekt und Design zu individuellen Statuskonstruktionen und Machtstrukturen.Ausgangspunkt der Werkreihe „Rose Painting“ sind die Felgen fünf unterschiedlicher SUV-Modelle. Deren isoliertes Mittelstück wurde 3-D-gescannt, auf einen Durchmesser von 2 Metern hochgerechnet und in kreuzverleimtes Brettsperrholz gefräst. Durch die Veränderung der Größe und den Materialwechsel von Aluminium zu Holz erinnern die Arbeiten ebenso an Wagenräder historischer Pferde- oder Postkutschen. In ihrer bewussten Non-Funktionalität betonen sie insbesondere die ornamentale Qualität und verweisen auf ein ganzes Spektrum konzentrisch gestalteter Elemente, von der Rosenmalerei bis zu der gotischen Fensterrose.Nachdem einzelne Arbeiten der Rose Paintings zum Gallery Weekend 2018 in Berlin in der Galerie Neu und später im Ausstellungsraum Converso in der ehemaligen Kirche San Paolo Converso in Mailand gezeigt wurden, sind hier in der Kunsthalle Düsseldorf erstmals und einmalig alle zwanzig Arbeiten versammelt.Kuratiert von Dana Bergmann