• Dienstagsgespräche #3: Neue Formen des politischen Denkens über Tanz und Theater?

  • Mo, 13.06.2016 ab 19:30 Uhr
  • tanzhaus nrw
    Erkrather Str. 30
    40233 Düsseldorf
Dienstagsgespräche #3: Neue Formen des politischen Denkens über Tanz und Theater? - tanzhaus nrw - Düsseldorf

Gäste: Frie Leysen (Theaterkuratorin) und Christine Greiner (Tanzwissenschaftlerin)Mo 13.06. 19:30 (Die „Dienstagsgespräche“ finden ausnahmsweise an einem Montag statt)Unbestritten befinden wir uns in Zeiten großen gesellschaftlichen Wandels. Alles, was uns bisher als selbstverständlich galt, muss erneut hinterfragt und mitunter erstritten werden. Unsere Gesellschaft wird heterogener, multinationaler und bunter, aber auch angstbesetzter, konfliktbereiter und sozial gespalten. Vor diesem Grund stellt sich auch die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion von Kunst/Institutionen aufs Neue. Viel wird derzeit über kulturelle Bildung, Teilhabe und Interkulturalität gesprochen. Sind das die Instrumente, um den strukturellen Veränderungen unserer Öffentlichkeit zu begegnen? Oder anders gefragt, welche neuen Formen und Freiräume der Kunst können wir schaffen, die unserer sich verändernden Gesellschaft entsprechen? Diesen und anderen Fragen widmen sich ab dieser Spielzeit unsere Dienstagsgespräche. Gemeinsam kuratiert und moderiert von Ursula Sinnreich (Kunststiftung NRW) und Bettina Masuch (tanzhaus nrw) laden wir Gäste aus Kunst, Wissenschaft und Politik zum Gespräch. Frie Leysen ist eine belgische Theaterkuratorin, Festivalintendantin und Mitbegründerin des Kulturzentrums deSingel in Antwerpen sowie des KunstenFESTIVALdesArts in Brüssel. Als Kuratorin programmierte sie das künstlerische Programm u.a. für das Festival Theater der Welt in Essen und Mülheim an der Ruhr (2010), das Foreign Affairs in Berlin (2012) und das Schauspielprogramm der Wiener Festwochen (2014). Der Fokus ihrer programmatischen Arbeit liegt in der Internationalität und Interdisziplinarität von zeitgenössischer Performancekunst jenseits von westlichen Kulturen sowie in der Auseinandersetzung mit Postkolonialismus, Heterogenität und Dekonstruktion.Christine Greiner ist Professorin am Department für Body Languages der Universität São Paulo, forscht an der Schnittstelle von Kunst und Körper und befasst sich kritisch mit dem Körper und seiner Ermächtigung. Sie ist Herausgeberin einer Vielzahl von Publikation darunter von „O Corpo em Crise“ („Körper in der Krise“), deren Titel zugleich das Festival PROJETO BRASIL in Düsseldorf vom 10. bis 25.06. übertitelt. Darin denkt sie etwa über den Prozess der Kontamination nach, in dem Körper und soziale Umgebung Informationen austauschen. Christine Greiner ist während des Festivals in Düsseldorf auch am So 12.06., ab 16:00 in zwei Lectures zu Gast im tanzhaus nrw.In engl. SpracheENGLISH:Beyond controversy we live in times of great social changes. Everything, we thought as self-evident, must be questioned anew and sometimes even be argued about. Our society will be more heterogeneous, multinational and colourful, but at the same time more occupied with fear, ready for conflicts and socially divided. For this reason the question of the social function of art/institutions has also to be posed anew. Nowadays it is talked a lot about cultural education, participation and interculturalism. Are those the instruments to encounter the structural changes within our public? Or, to pose the question differently: which new forms and free spaces of art can we create to match our changing society? Since this season our “Dienstagsgespräche” (Tuesday Talks) has been dedicating to those urgent questions. Curated and hosted by Ursula Sinnreich (Kunststiftung NRW) and Bettina Masuch (tanzhaus nrw), we invite guests from art, science and politics to our talk.Please notice: The talk will be in English and as an exception the Tuesday Talk will take place on Monday.