• Jüdisches Erbe und die Schoah in Ostgalizien

  • Do, 12.04.2018 ab 19:00 Uhr
  • Gerhart-Hauptmann-Haus
    Bismarckstr. 90
    40210 Düsseldorf
Jüdisches Erbe und die Schoah in Ostgalizien - Gerhart-Hauptmann-Haus - Düsseldorf

"Ein unendliches Gedenken: Jüdisches Erbe und die Schoah in Ostgalizien" ist eine Fotoausstellung des Galizisch-Jüdischen Museums Krakau mit Fotografien von Jason FranciscoAUSSTELLUNGSERÖFFNUNG am 12. April um 19 UhrZur Eröffnung sprechen: Tomasz Strug, Chefkurator des Galizisch-Jüdischen Museums Krakau und Jason Francisco, Künstler und FotografDie Wanderausstellung des Galizisch-Jüdischen Museums Krakau zeigt 46 eindrucksvolle Fotografien und Texte des Künstlers Jason Francisco. Francisco schuf mit einer großformatigen analogen Kamera Werke, die gleichzeitig Tatsachenbericht und Erinnern an die jüdische Vergangenheit sind.»Wenn man vom jüdischen Erbe in Galizien spricht – und besonders im östlichen Galizien – spricht man von beidem, von einem Erbe und einem Geheimnis. Man spricht von einer Vergangenheit, die nicht vergangen ist, einer tausend Jahre alten Zivilisation, deren Erkennbarkeit vor allem ihnen gehört, den Vorfahren, und deren Unerkennbarkeit vor allem uns gehört, den Erben.« (Jason Francisco)Historischer Zusammenhang: Das »Königreich Galizien und Lodomerien« erschien 1772 auf der europäischen Karte. Vorher gehörte es über 450 Jahre zum Königreich Polen-Litauen. Lemberg war die multiethnische Hauptstadt Galiziens. 13 % der Bevölkerung waren Juden. Sie stellten in bestimmten Städten sogar die Mehrheit. Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges sowohl während der sowjetischen Besetzung (1939–1941) als auch besonders unter der nationalsozialistischen Besetzung (1941–1944) hatten zur Folge, dass jede jüdische Gemeinde durch die Deutschen und ihre Kollaborateure zerstört wurde. Von den insgesamt 656.000 Juden, die 1939 in Ostgalizien lebten, wurden 85 % während der Schoah ermordet. Während der sowjetischen und in der postsowjetischen Zeit wurde über die Schoah als historisches Thema geschwiegen. Erst in den letzten Jahren rückt die jüdische Geschichte in ihrer Komplexität aus Jüdischem, Ukrainischem und Polnischem in den Fokus.Laufzeit der Ausstellung: 13. April bis 18. Mai 2018In Kooperation mit: Alte Synagoge Essen