• Die 80er im Ruhrgebiet | Fotografien von Reinhard Krause

  • Fr, 07.10.2016 ab 19:00 Uhr
  • Clowns & Pferde
    Frankfurterstr. 33
    45145 Essen
Die 80er im Ruhrgebiet | Fotografien von Reinhard Krause - Clowns & Pferde - Essen

Ausstellung »Die 80er im Ruhrgebiet« Fotografien von Reinhard Krause

Vernissage: Freitag, 7. Oktober 2016, 19 Uhr

Zur Ausstellung spricht: Peter Liedtke [Leiter von bild.sprachen und Pixelprojekt _ Ruhrgebiet]

Musik: DJ Dan Krupa

Ausstellungsdauer: 8. Oktober 2016 – 4.11.2016 Kurator: Matthias Tränkle Ort: Galerie Clowns & Pferde, Frankfurter Strasse 33, 45145 Essen

ZUR AUSSTELLUNG REINHARD KRAUSE “DIE 80ER IM RUHRGEBIET“

„Eigentlich war das Ruhrgebiet immer ein Konglomerat von unheimlich langweiligen Siedlungen. Lärmschutzwände, Reihenhäuser, Nachkriegsbauten, Autos … aber was das unverwechselbare war und ist sind die Menschen die dort leben." Reinhard Krause

Mehr als ein Jahrzehnt hat der Fotograf Reinhard Krause (geb. 1959 in Essen) im Ruhrgebiet fotografiert. Tausende von Bildern sind entstanden bei Streifzügen mit der Kamera durch Stadtteile und Orte, die in Reiseführern bis heute unerwähnt bleiben und in die Prominente nur in Form eines Reklameplakats kommen. Krauses meisterhafte Bilder zeigen den Alltag im Ruhrgebiet der 80er Jahre und sie zeigen echte Menschen und wahre Mentalitäten und keine Klischees. Die Bilder sind geprägt von einer tiefen Menschlichkeit und Verbundenheit mit der Region. Krauses Fotografien, und dies ist das besondere, machen das Übersehene und auch die Übersehenen zu ihren Helden. Die in Selbstdarstellungen des Ruhrgebiets häufig übergangenen Stadtteile wie etwa Essen-Frohnhausen, Wattenscheid-Höntrop oder Dortmund-Dorstfeld stehen im Mittelpunkt des Interesses. Krause zeigt auf berührende und oftmals sehr humorvolle Weise Arbeiter auf dem Weg zur Arbeit, ausgelassen feiernde Punks, Raufbolde bei Schlägereien, „Ommas“ im Stehcafe und Männer in Eckkneipen. Und dies mit einer Nähe und Unvermitteltheit die einen immer wieder fragen lässt: „Reinhard Krause: Wie haben Sie das gemacht?“ Die Menschen und die Orte bekommen ein Gesicht, sie werden zu Ikonen und erhalten ihre Würde zurück. Dies alles macht die Bilder zu kleinen Meisterwerken und Juwelen, die in einem Atemzug mit den Titanen der Ruhrgebietsfotografie zu nennen sind, etwa Chargesheimer (Das Ruhrgebiet, 1958) und Hans Peter Feldmann (Essen – Eine Stadt, 1977).

Der französische Fotograf und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum Henri Cartier-Bresson hat einmal gesagt: „Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“ Man kann ohne jede Übertreibung sagen: niemanden lassen diese Bilder kalt. Sie zeigen und dokumentieren Zeitgeschichte aber sie schreiben auch gerade Geschichte und werden von STERN bis SPIEGEL in zahlreichen Artikeln gewürdigt und in den sozialen Medien gefeiert. Zu Recht!

Wir sind stolz und sehr glücklich die Bilder von Reinhard Krause nun erstmals in Essen zeigen zu dürfen.

Reinhard Krause wird zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Matthias Tränkle, im September 2016 Kurator der Ausstellung

VITA REINHARD KRAUSE Geb. 1959 in Essen. Foto-Designstudium an der Fachhochschule Dortmund bei Prof. Hans Meyer-Veden und Prof. Pan Walther. Freier Fotograf, seit 1989 Fotoreporter für die Nachrichtenagentur REUTERS. 2000-2010 Leiter des REUTERS Bilderdienstes in Israel und den Palestinensischen Gebieten, China und Indien. Seit 2011 Global Editor des Internationalen Bilderdienstes REUTERS in London.

GALERIE ÖFFNUNGSZEITEN & KONTAKT Donnerstag 18-20 Uhr | Samstag 11-18 Uhr | und nach Vereinbarung

PRESSESTIMMEN: „Der international ausgezeichnete Fotojournalist Reinhard Krause hat sein Fotoarchiv geöffnet – und zu Tage treten wahrhaft atemberaubende Bilder aus westdeutschen Landen.“ STERN ONLINE

„Krabbelnde Striptease-Tänzerinnen und dösende Bierleichen, schrille Michael-Jackson-Imitatoren und Rollschuh fahrende Rentner: Der Fotograf Reinhard Krause hat in den Achtzigerjahren den Ruhrpott porträtiert. Seine hinreißenden Bilder zeigen die Tristesse und die Komik einer vom Wirtschaftssterben gezeichneten Region.“ SPIEGEL ONLINE