• Buchvorstellung und Diskussion: „Oktoberfest – Das Attentat. Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann“

  • Mo, 12.10.2015 ab 20:00 Uhr
  • Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
    Goethestraße 31
    45128 Essen
Buchvorstellung und Diskussion: „Oktoberfest – Das Attentat. Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann“ - Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) - Essen

Das Attentat auf dem Münchner Oktoberfest vom 26. September 1980 war mit 13 Toten und 200 Verletzten der blutigste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Ulrich Chaussy, Autor und Journalist, zweifelte am Ergebnis der Ermittler, es habe sich um die Tat eines Einzelgängers gehandelt. Jahrelange, hartnäckige Recherchen sowie Gespräche mit Zeugen und Hinweisgebern verstärkten seinen Eindruck, dass die zuständigen Stellen nicht konsequent in der rechtsextremistischen Szene ermittelt hatten.

Sein Buch „Oktoberfest – Das Attentat. Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann“ (2014) erschien, nachdem durch die Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds der Rechtsterror wieder stärker in den öffentlichen Fokus gerückt war. Zeitgleich kam, basierend auf seinen Recherchen, der Polit-Thriller „Der blinde Fleck“ in die deutschen Kinos. Die neuen Erkenntnisse veranlassten selbst den Generalbundesanwalt, die seit 32 Jahren eingestellten Ermittlungen wieder aufzunehmen. Jetzt wurden Chaussys jüngste Rechercheergebnisse in einer aktualisierten Neuauflage veröffentlicht.

Die immer klarer zu Tage tretenden Ermittlungsversäumnisse und Vertuschungen von Polizei, Justiz und Geheimdiensten sowie die Verharmlosung des rechtsextremen Gefahrenpotentials diskutiert der Autor auf Einladung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) am 12. Oktober 2015 mit Claus Leggewie und dem Publikum.

Weitere Informationen: http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-681.html