• Die Rückkehr der Wölfe - Vorpremière in Freiburg

  • Do, 10.09.2020 ab 18:00 Uhr
  • Friedrichsbau Freiburg
    Kaiser-Joseph-Straße 268
    79098 Freiburg im Breisgau
Die Rückkehr der Wölfe - Vorpremière in Freiburg - Friedrichsbau Freiburg - Freiburg

mit anschliessender DiskussionZum Film Die Rückkehr der Wölfe:Der Wolf polarisiert und fasziniert, und er bringt Unordnung in unser System. 150 Jahre nachdem der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet wurde, erobert er sich unaufhaltsam seinen Platz zurück.Ausgehend von der Rückkehr der Wölfe in die Schweiz begibt sich der Film auf Spurensuche nach Österreich, in die Lausitz, nach Polen, Bulgarien und Minnesota, wo frei lebende Wolfsrudel keine Seltenheit sind.Gudrun Pflüger: Der Wolf ist dort, wo die Menschen Toleranz gezeigt haben. Die braucht er vor allem. Und nicht nur der Wolf heutzutage.Ueli Metz: Man sieht jetzt schon, dass die Wölfe nahe zur Stadtgrenze gehen, wenn sie abwandern. Dann heißt es bald "Problemwolf". Dann kommt sich die Bergbevölkerung als Zweit-Klassengesellschaft vor. Ein Wolf, der in die Stadt kommt, ist für die Städter ein Problemwolf, wird erschossen. Die draußen sollen ihn haben.Kurt Kotrschal: Ich finde es unglaublich unverständlich, dass wir Europäer von den Afrikanern und Asiaten verlangen, unter relativ großen Opfern die Elefanten für uns zu schützen. Oder auch die Löwen. Aber wir Mitteleuropäer wären nicht in der Lage, mit ein paar Wölfen und Bären zu leben. Das ist einfach lächerlich.Reinhard Schnidrig: Der Wolf hat ein Lebensrecht. Nicht nur im Gesetz, sondern weil es ihn gibt. Er ist Teil der Schöpfung. Manche sehen religiöse Erklärungen dahinter. Ich halte mich eher an die Biologie oder an die evolutionär gewachsene Schöpfung. Nur schon deswegen gehört er dazu.L. David Mech: Ich hoffe, dass das Volk erkennt, dass wir zum Wohl des Wolfs das Tier unter Kontrolle haben müssen und nicht überall Wölfe haben können. Weil sie stören und mit Menschen in Konflikt geraten, machen sie sich Feinde. Wenn Wölfe Feinde haben, ist das nicht gut für sie. Johnnie Hyde: Das Problem ist, dass wir denken, uns müsse alles von Nutzen sein. Wir sind so menschenzentriert. Wenn etwas nicht zu unserem Wohl ist, hat es keinen Nutzen für uns, und wir nennen es nutzlos. Wir achten auch nicht darauf, ob es anderen Spezies dient. Es ist uns egal.