• Ich weeß nich, mir isses so gomisch - zwei Männer-ein Gedicht

  • Di, 29.09.2020 ab 19:00 Uhr
  • Hagen Möckel - Schauspiel & Rezitation -
    Kleiner Berlin 1
    06108 Halle
Ich weeß nich, mir isses so gomisch - zwei Männer-ein Gedicht - Hagen Möckel - Schauspiel & Rezitation - - Halle

Eineinhalb Stunden lang Gedicht auf Gedicht? Von Goethes "Zauberlehrling" und "Erlkönig" über Schillers "Bürgschaft" bis zum "Handschuh"? Ein gewagtes Abenteuer der beiden Schauspieler in Zeiten multimedialer Zerstreuung? Im Normalfall vielleicht. Aber nicht, wenn Hilmar Eichhorn und Hagen Möckel Balladen in zweierlei Sprachen spielen, sprechen, rufen, schreien. Dieses literarische Feuerwerk wird nicht nur den Himmel erleuchten, sondern lässt so manchen den Schauder des Auswendiglernens in der Schulzeit vergessen und entdecken, dass sowohl Balladenklassiker als auch "Balladenglassiger" wahrhaft Spaß bereiten können. Zudem begab es sich, dass das Dichterfürstenpaar Goethe und Schiller durchaus längere Aufenthalte in Leipzig aufweisen konnte. Und hatte nicht Goethe in der Sachsenmetropole studiert? Beiden waren also sächsische Laute durchaus vertraut. Lene Voigt, die "sächsische Nachtigall" verstand es, die klassischen Balladen etwas später dann in ihre Mundart zu übertragen, ohne sie dabei zu beschädigen, und hat sich wie kaum eine andere um die sächsische Sprache verdient gemacht. Als in Dresden Geborener weiß Hilmar Eichhorn die Balladen von Lene Voigt so vorzutragen, dass es selbst dem eingefleischten Nichtsachsen ermöglicht wird, das Gesprochene zu verstehen. Der andere, Hagen Möckel, vermag in vollendeter Form den Schatz des sprachlichen Feinschliffs der Klassikerballaden zu heben.