• Vernissage Ottavio Sellitti. „Wo ist Elena Ferrante?“

  • Di, 15.10.2019 ab 18:00 Uhr
  • Literaturhaus Halle
    Bernburger Straße 8
    06108 Halle
Vernissage Ottavio Sellitti. „Wo ist Elena Ferrante?“ - Literaturhaus Halle - Halle

ITALIENISCHER HERBSTVernissage der Fotoausstellung „Wo ist Elena Ferrante?“ des Fotografen Ottavio Sellitti Schwarz-weiß Fotos, die einen Einblick in die Vorstellungswelt der Schriftstellerin Elena Ferrante geben. Zum Auftakt des diesjährigen „Italienischen Herbstes“ (einer Kooperation des LHH mit dem Fachbereich Romanistik der MLU mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Berlin CICI) wird die Ausstellung „Wo ist Elena Ferrante? Ein Schauplatz der Weltliteratur in Fotografien von Ottavio Sellitti“ gezeigt. Der junge italienische Fotograf Sellitti begibt sich auf die Spuren der Schriftstellerin. Er dokumentiert in seinen Bildern die Stadt Neapel, in der er geboren wurde, und die die Kulisse des Ferrante-Bestsellers „Meine geniale Freundin“ und der drei Nachfolgebände ist. Begleitet werden die Fotos von Textausschnitten aus Ferrantes Roman.Der Fotograf und Literaturwissenschaftler Ottavio Sellitti begibt sich mit seinen Bildern nicht nur auf die Spuren von Elena Ferrante und den Romanfiguren ihrer Neapel-Saga. Er spürt auch seiner persönlichen Geschichte nach. Denn er stammt aus dem neapolitanischen Stadtteil Luzzatti, der Vorbild für die vier Romane von Ferrante ist. Außerdem betrieben Sellittis Großeltern eine Bar-Salumeria ähnlich der in den Romanen. Seine Großmutter lebt noch immer dort, im Stadtteil Rione Luzzatti. Und so steht dieser im Mittelpunkt der Ausstellung - in den 20er bis 60er Jahren erbaut, am Stadtrand liegend und an den Hauptbahnhof angrenzend. Die Gegend ist ohne Schnörkel, so wie Ferrantes Geschichten und Sellittis Bilder.Ferrantes Bücher gelten nicht nur als Romane über die komplizierte Freundschaft zweier Frauen, sondern auch als ein Zeitdokument über die sich wandelnde Gesellschaft in Italien und in Neapel seit den Fünfzigerjahren. Ottavio Sellittis Fotos bezeugen, was von den Träumen der Wirtschaftswunderzeit übrig geblieben ist. Sie zeigen die bescheidenen Häuser, die immer noch staubigen Straßen und das Alltagsleben der Einwohner. Seine Bilder versteht der Fotograf als Ergänzung zur Roman-Tetralogie, sie visualisieren deren Räume und Themen.Foto: Ottavio SellittiEintritt frei Der ITALIENISCHE HERBST ist eine Kooperation des LHH mit dem Fachbereich Romanistik der MLU Halle mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Berlin.