• Neighborhood Assistance: L Twills & Monako & Lafote - RBF 18

  • Mi, 19.09.2018 ab 20:30 Uhr
  • Clothing Store040 28570193info@hanseplatte.deGet Directions
    Neuer Kamp 32
    20357 Hamburg
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Der VUT - Nord präsentiert sein erstes Showcase auf dem Reeperbahn Festival. Dieses gesellt sich zu den anderen Aktivitäten des VUT (u.A. VUT Indie Days, VIA Award) mit dem Titel Neighborhood Assistance, das am Festival Mittwoch in der kuscheligen Hanseplatte statt findet, und federführend von der Regionalgruppe Nord des VUT organisiert wird. Ohnehin schon ein Treffpunkt der Szene, wird die Hanseplatte selbst und bei gutem Wetter auch die Fläche davor, zu einem Ort des Austauschs werden, wie es das jetzt wieder regelmäßig statt findende Hamburger Musikforum des VUT Nord, das ganze Jahr über ist. Musik, Kolleginnen & Kollegen, Bier und Wetter. Was will man mehr.21 bis 21:30: L Twills22 bis 22:30: Monako23 bis 23:30: LAFOTEL TWILLSDas Setup von L Twills gleicht einem Laboratorium: Synthesizer, Sampler und Effektgeräte stapeln sich da übereinander. Die Hamburger Künstlerin zaubert aus den Gerätschaften lebhafte Synth-Pop-Spuren, die ihre intensiven Vocals tragen. Die Lyrics sind so impulsiv wie tiefgreifend: Es geht um Liebe, das eigene Ego und essenzielle Fragen der Identität.Im letzten Jahr veröffentlichte L Twills ganz im Alleingang ihre erste EP „Young Boys“. Seitdem ist sie aus der Hamburger Kunst- und Klubszene nicht mehr wegzudenken. Ob an der HfbK oder im Golden Pudel Club: Wenn L Twills die Bühne mit nicht weniger als ihrer beeindruckenden Präsenz und ihren Gerätschaften einnimmt, tönt und blitzt es laut und grell. Schall und Rauch sind bei L Twills mehr als nur leere Hülsen.MONAKOAls „Renaissance of the sensual melancholia“ charakterisiert der kanadische Sänger und Multi-Instrumentalist Sadek Massarweh die Musik seines Projekts Monako. Der Sound ist moderner Pop unter den Vorzeichen des Zeitgeists: aktuelle Trap-Ästhetik fließt genauso in die Produktionen wie unvergängliche R’n’B-Grooves.Seine neue musikalische Heimat hat Sadek Massarweh in Hamburg gefunden, wo er mit seinen Bandkollegen Naomie de Lorimier und Jakob Hersch an neuer Musik in bewährter Besetzung feilt: Getragen von Sadeks verträumtem Gitarrenspiel, bahnen sich die Songs mit ihrer Sensibilität ganz behutsam aber umso beständiger ihren Weg ins Gedächtnis. „Slowly making its way out of the trap!“, beschreibt Sadek Massarweh diesen Prozess. Wer Monako einmal live gesehen hat, weiß: Der Weg auf die großen Bühnen dürfte weniger schleichend verlaufen.LAFOTEWenn sich dort draußen der wütende Mob wieder im eigenen Angstschweiß badet, sich im Selbstmitleid suhlt, dann setzen sich LAFOTE erst einmal ruhig dem Treiben gegenüber. Nur, um im nächsten Moment die Tobenden ihrer eigenen Lächerlichkeit preiszugeben: röhrend und laut, dann filigran und gedämpft, in jedem Fall wohlüberlegt. Die Hamburger Band bespielt genau jene Schauplätze gesellschaftlicher Zerrissenheit, an denen wir alle uns immer öfter wiederfinden.LAFOTE haben diesem ganzen Schwachsinn lange genug zugesehen. Die Band – bestehend aus Jakob Groothoff (Gesang/Gitarre), Malte Zimmermann (Schlagzeug) und Stefan Kühl (Bass) – gab bereits im Jahr 2013 erste Lebenszeichen von sich. Gemeinsam mit TRÜMMER fuhren sie schließlich im November 2014 aus Hamburg hinaus, um die Selbstbefreiung zu besingen. Dann, gerade auf dem Sprung, während die TAZ sie in ihrem Pop-Blog schon als Post-Punk-Hoffnung neben Künstlern wie ISOLATION BERLIN erwähnte, nahm sich die Band raus, entschied sich für die Zeit.Zeit, um weiter Konzerte zu spielen, um die STERNE auf deren Tribute-Compilation zu covern („Wahr Ist Was Wahr Ist“). Nach einer kleinen Tour Ende 2017 fuhr die Band schließlich mit Produzent Helge Hasselberg (LEONIDEN, TRÜMMER) ins Sandraum Studio nach Großenrade, um ihre bis dahin erdachten Songs als Album aufzunehmen: „FIN“.