• 1010 Werkschau

  • Fr, 07.12.2018 ab 19:00 Uhr
  • Art Galleryinfo@affenfaust.orgGet Directions
    Paul-Roosen-Straße 43
    22767 Hamburg
1010 Werkschau - Art Galleryinfo@affenfaust.orgGet Directions - Hamburg

Down, down, down. Would the fall never come to an end! 'I wonder how many miles I've fallen by this time?' she said aloud. 'I must be getting somewhere near the centre of the earth.'- Lewis Carroll: Alice's Adventures in Wonderland, Chapter 1, Down the Rabbit-HoleGeistesverwandt mit Alice berühmten Fall in den Kaninchenbau führt uns der Hamburger Künstler 1010 (tenten) hinab in unbestimmte Tiefen. Mit seinen seriell und konzeptionell angelegten Farbfächern lässt er illusionäre Räume entstehen, die unsere alltägliche, zweckgebundene Wahrnehmung in Frage stellen: Können wir bei der sensuellen Erfassung von architektonischen Räumen auf unsere Logik vertrauen oder steht unsere Wahr-nehmung vielmehr auf brüchigem Fundament? Und wie verhalten sich diese Kontexte mit Blick auf die heutige Kunst- und Medienwelt? Abhängig von seiner jeweiligen Serie untersucht 1010 jene strukturalistischen Fragestellungen anhand vielfältiger Techniken und Medien. So bemalt der Künstler beispielsweise lasergeschnittene und auf Alu-Dibond montierte Acyrlglasscheiben oder nutzt für seine Papierarbeiten die Technik des Scherenschnitts. Wenn 1010 auf diese Weise einen Illusionismus erzeugt, lassen seine Arbeiten gleichzeitig an kartografische Darstellungen erinnern. Ebenso liegen Assoziationen mit Erosionsprozessen nahe, während bei 1010 anstatt von Erdschichten, verschiedene Farbebenen zum Vorschein kommen.1010 ist seit 1994 als Künstler aktiv und präsentiert seine Arbeiten weltweit in zahlreichen Ausstellungen, auf Messen sowie im öffentlichen Raum. An dem Punkt, an dem seine Farbhöhlen im Dunklen zu enden scheinen, soll die Vorstellungskraft der Betrachter erst beginnen. Die Werkschau in der Affenfaust Galerie zeigt erstmals eine umfassende Schau seiner künstlerischen Entwicklung der letzten zehn Jahre, die zurück in ihre figürlichen Anfänge reicht und zu Blicken - in räumliche wie in geistige Tiefen - einlädt. Text: Helene Osbahr