• Pow Pow Movement Reggae meets Dancehall, Afrobeat & Hip Hop

  • Fr, 21.06.2019 ab 11:00 Uhr
  • Bridge Club
    Barmbeker Markt 37
    22081 Hamburg
Pow Pow Movement Reggae meets Dancehall, Afrobeat & Hip Hop - Bridge Club - Hamburg
   WEST COAST SOUND HAMBURG                19th ANNIVERSARY              THE MIGHTY POWPOW MOVEMENT          **** LIVE IN HAMBURG********************PART 2**************** Ladies Night Free At 00;30               Reggae, Afrobeats, Dancehall&Hip Hop                🇩🇪 Special Guests🇩🇪     The Mighty PowPow Movement                           aus Köln     Supported by West Coast Sound                         Dj King Bunntalloo                       DJ Kris Nebi                         DJ MilkoBIOGRAPHIE "The Mighty PowPow Movement:Whupp! Whupp! Whupp! wummert es aus den gen Himmel ragenden Boxenwände. Die herausströmenden Bässe setzen zu einer wohligen Magen- wie Bauchmassage an. Der Sound ist mit dir, und du bist mit dem Sound! Die Massive – das Publikum – tobt! Fordert einen Rewind! Erneut startet der Selector – hierzulande DJ genannt – den Track. Der Song wird noch einmal von Beginn an gespielt. Der MC – Mike Chatter – feuert die Massive an. Auf mehrere Selections, deren Basis ein und der selbe Riddim bildet – nach vorne gehender Dancehall-Tunes, die dem Publikum alle Energie abringen, folgt Roots & Culture – nach der Körperattacke wird der Geist anvisiert. Körper und Geist werden eins. Du holst tief Luft, genießt jeden einzelnen Moment des Dances. In den 50er Jahren entstanden in Jamaika die ersten Sound Systems, die anfangs mit aus den USA importierten R&B-Scheiben gefüttert wurden. Als diese Quelle allmählich versiegte und vom Rock’n’Roll abgelöst wurde, entstand in Jamaika die erste eigene Popmusik, Ska. Den Sound Systems ist es zu verdanken, dass diese ureigene jamaikanische Musik über kleine Kreise hinaus in der Welt Verbreitung fand. Schnell setzte sich diese günstige Form der Unterhaltung durch. Und bis heute sind es in Jamaika die Sound Systems, die die Richtung der Musik vorgeben, und die jeden Nichtinfizierten auf dem schnellsten Weg zum Reggae-Junkie machen.Enter Pow Pow Movement: Ingo Rheinbay und Backra lernten sich Mitte der 80er Jahre beim Skaten kennen. Der richtige Sport, die falsche Musik! Denn Hardcore und Punk regierten die Skater-Szene. Als ihnen ein Mix-Tape aus Jamaika in die Finger kam, wussten sie, das wollen wir auch machen – ohne einen blassen Schimmer von einem Sound System zu haben. Ihre neu entdeckte Leidenschaft für Reggae bekam durch die wöchentliche Radiosendung „Rodigan’s Rockers“ neue Nahrung. Für einen kleinen, eingefleischten Kreis begannen Sie erste Reggae-Parties zu organisieren – mit Erfolg. Zwei Pistolenschüsse in einer Comiczeichnung lieferten die Idee für ihren Namen: Pow Pow. Schon damals griff Tillmann Otto – in der Reggae-Welt bekannt als Gentleman – bei diesen Events zum Mikrofon. Kurze Zeit später – Anfang der 90er – erfüllte sich das Team ihren sehnlichsten Wunsch, die Musik am Originalschauplatz zu erleben – für sie damals das Nonplusultra! Inspiriert von der jamaikanischen Szene tauchen sie ein in die Kultur und cutten ihre ersten Dub Plates – Spezialaufnahmen von namhaften Künstlern, die den Sound glorifizieren und die gegnerischen Sounds gegebenenfalls runterputzen. Schon damals manifestiert sich der Gedanke, ein Sound System nach jamaikanischem Vorbild auf die Beine zu stellen – bei allem Respekt für die musikalischen Wurzeln. Aus Jamaika zurück, schließt sich Thomas (Mr. Brown, Selector) dem Soundsystem an. Von selbstorganisierten Parties auf grünen Wiesen und in Industriebaracken wechseln die drei in eine feste Location, ins Petit Prince am Kölner Ring, wo sie bis heute jeden Freitag vor vollem Haus zum Tanz aufspielen. Aus ganz Deutschland pilgern die Reggae-Maniacs in den Kölner Kellerclub. Mitten auf der Tanzfläche Devon, der froh ist, vertraute Klänge aus seiner Heimat zu hören, aber auch überrascht, dass Nicht-Jamaikaner mit exzellenten Dub Plates aufwarten können. Und es dauert nicht lange, da gesellt sich der Jamaikaner als MC zu Pow Pow. Aus dem Zweimannteam ist eine kleine Mannschaft, ein Movement geworden. Um die Attraktivität der Dances zu steigern, lädt man bereits in den 90gern nationale wie internationale Gäste (u.a. Rodigan, Saxon, Stone Love, Body Guard, Tony Matterhorn, Bass Odessey) ins Petit Prince ein, man vernetzt die Szenen. Viele Auftritte und Jamaikareisen später: Pow Pow Movement haben sich an die Spitze der deutschen bzw. europäischen Sound-System-Liga gespielt, eine Position, die ihnen – ähnlich dem FC Bayern – viele neiden mögen, aber niemand streitig machen kann (Bestes nationales Sound System 2002 bis 2010 beim Riddim Magazin Leserpoll (ausser 2005)). Mittlerweile sind sie weltweit unterwegs, ob in Kanada, den USA, Jamaica, Afrika, Italien, Portugal oder beim Nottinghill Carnival in London... Und sie sind der erste deutsche und kontinentaleuropäische Sound überhaupt, der im Jahr 2000 beim World Clash in New York teilnimmt und damit den Weg für andere Soundsystems aus Europa auf internationalem Terrain ebnet. Obwohl sie bereits nach der ersten Runde ihre Koffer packen müssen, hinterlassen ihre Dub Plates in der Fachwelt einen bleibenden Eindruck. Dass sie trotzdem Clash-tauglich sind, stellen sie 2002 beim Euro-Clash in Hamburg gegen One Love aus Italien erfolgreich unter Beweis. Und da die Clash-Kultur eng mit der Sound-System-Geschichte verbunden ist, wollen sie diese auch in Deutschland populärer machen. So haben Pow Pow 2001 als Host den ersten bedeutenden Clash mit vier nachrückenden Sound Systems veranstaltet u.a. mit Sentinel & Supersonic. Nachdem Pow Pow Movement fast alle Domänen der Sound-System-Kultur leben, kommt seit 2001 eine weitere hinzu: die eigene Produktion und Label, Pow Pow Productions. Im Herzen Kölns haben sie ihr eigenes Studio, das von tourenden jamaikanischen wie hiesigen Artists, aber auch von heimischen Soundboys gerne frequentiert wird. Mit „Celebrate“ legen sie 2002 ihren ersten selbstgebauten Riddim vor. Der Latin angehauchte Auftakt lässt dich innehalten, und du ahnst, was danach kommt, halte dich bereit! „Celebrate“ gibt dir einen Push, und du landest geradewegs auf der Tanzfläche. Dass „Celebrate“ die Arenen rockt, hat der Kölner Reggae-Star Gentleman bereits mit seiner Hit-Single „Runaway“ auf dem Goldalbum „journey to jah“ bewiesen. 2003 drängen Pow Pow Productions erneut auf die Überholspur. Mit ihrem ausgeklügelten Remake des Klassikers „007 Shanty Town“ von Desmond Dekker liefern sie nicht nur eine Reminiszenz an unbeschwerte Ska-Tage, sie knüpfen auch an eine Produzenten-Tradition an, die sich fortwährend darum bemüht Vergangenes in die Gegenwart zu retten. 2004: Das Feuer lodert erneut, „Blaze“! Beim jamaikanischen Radiosender IRIE FM läuft Chuck Fender’s „Cry For MyPeople“ auf Heavy Rotation. Der „Blaze Riddim “, der seinen Namen dem „Titelstück“ von Junior Kelly verdankt, hat auf der Insel Spuren hinterlassen. Der Song "blood again" vom Artist of the year 2004 "Richie Spice" wird weltweit zu einer "Anthem" und führt für mehrere Wochen die Reggaecharts in Jamaika, Japan, Europa und New York an. Einige Songs dieser Selection werden auf mehreren Best of Reggae Compilations weltweit lizensiert. Der moderne, banjo-angetriebene Roots-Riddim verbreitet seinen Vibe auf subtile Weise, lässt den Künstlern genügend Raum für ihre Aussagen und untermauert sie musikalisch. Neben den bereits Erwähnten setzt Pow Pow Productions mit Künstlern wie Lutan Fyah,  Elijah Prophet und Mark Wonder auf die nächste Roots-Generation. Mit dem nächsten Hit-Riddim "Superior" gelingt Pow Pow Produzent Ingo Rheinbay erneut ein Meisterwerk, "Gentleman" erobert mit der ersten Singleauskopplung die deutschen Charts seines mit Platin veredelten Albums "confidence". Insgesamt vier Titel des No.1 Longplayers stammen aus dem Pow Pow Camp. Weitere Beiträge auf dem stepperartigen Superior Beat kommen von Morgan Heritage, Sizzla, Anthony B und vielen anderen Top Artists aus Jamaika, wo auch dieser Riddim wieder auf Heavy Rotation spielt. Mittlerweile hat sich die Crew um ein weiteres Mitglied vergrößert, mit Junior Carl gibt es einen weiteren sehr dynamischen MC mit skills, die er bereits bei einigen Dances unter beweis stellen konnte. 2005, ein weiteres erfolgreiches Jahr des Movements. Das meißtgebuchte Soundsystem Europas tourt stetig und verbreitet Party-Vibes im Reggaestyle. Mit dem neuen Hardcore Dancehall-Brett "Gladiator" angeführt von Bounty Killer himself, geht dieser Riddim mit 110 bpm voll auf die Zwölf . Bullig und kampfeslustig kommt diese Selection daher und walzt alles nieder, was sich ihr in den Weg stellt.General Degree, T.O.K. oder Frisco Kid liefern weitere Toptunes ab neben "Seeed", deren Track "stand up" auf ihrem Platin-Album "Next" zu finden ist. Nach vielen Erfolgreichen In-House-Riddims werden nun auch Künstler-Alben veröffentlicht wie z.b. Elijah Prophet, Zareb oder auch Raymond Wright, allesamt aus Jamaica stammend.Weitere Produktionen des Labels wie z.b. der First Sight, Overstand oder Respond Riddim werden von Reggaefans Weltweit gefeiert und finden immer wieder Ihren Weg auf diverse Reggae Sampler oder Künstleralben aus Jamaica und Europa. Labelchef Ingo Rheinbay produziert für weitere  Gentleman Alben u.a. auf dem aktuellen auf Nr.1 der deutschen Charts eingestiegenen Longplayer „Diversity“2010 feiert das Pow Pow Movement ihr 20 jähriges Jubiläum, dazu erscheint eine Best Of Compilation mit den größten Hits des kölner Labels. Mit ihrem Blick zurück, der den jamaikanischen Traditionen Rechnung trägt, und ihrem Blick nach vorn, der junge Talente erkennt, werden Pow Pow weiterhin Maßstäbe setzen – sei es als Sound System oder als Produktionsschmiede.