• Ausstellungseröffnung: erfasst, verfolgt, vernichtet

  • Di, 03.12.2019 ab 19:00 Uhr
  • Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
    Bremeneckgasse 2
    69117 Heidelberg
Ausstellungseröffnung: erfasst, verfolgt, vernichtet - Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma - Heidelberg

Kranke und behinderte Menschen gehörten zu den Verfolgten des Nationalsozialismus. Sie galten als Belastung für die deutsche »Volksgemeinschaft«. Bis zu 400 000 Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, mehr als 200 000 Menschen in Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Im Mittelpunkt der Ausstellungserzählung stehen die Lebensgeschichten von Opfern der Patientenmorde. Fotos und Dokumente aus ihrem Privat- und Familienleben werden gezeigt und vermitteln ein Bild ihrer Persönlichkeit. Die Wanderausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie: von den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen der Morde bis hin zur späten Auseinandersetzung mit diesen Taten. Bei der Eröffnung wird es eine inhaltliche Einführung von Prof. Dr. med. Wolfgang Eckart (ehemaliger Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg) und ein musikalisches Rahmenprogramm geben.Eintritt freiDie Ausstellung ist bis zum 28.01.2020 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma zu sehen.Eine Ausstellung der DGPPN in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors.(c) DGPPN