• Kurzfilmprogramm Ausgeblendet

  • Fr, 15.11.2019 ab 15:15 Uhr
  • Kasseler Dokfest
    Goethestrasse 31
    34119 Kassel
Kurzfilmprogramm Ausgeblendet - Kasseler Dokfest - Kassel

Ausgeblendet (Off-Screen II)Blind Spot (Off-Screen II)Das Framing der Kamera, die Wahl des Bildausschnittes, ist immer eine bewusste Setzung: Mit ihr wird entschieden, wer und was zu sehen ist, und wer und was nicht. Der Bildkader rahmt unseren Blick, lenkt unsere Aufmerksamkeit, engt unsere Wahrnehmung ein, blendet Sichtbares aus. Was außerhalb des Kaders ist, bleibt unsichtbar, verschwindet aus dem Bewusstsein. Ein Wahrnehmungskorridor entsteht, und was ihm äußerlich ist, scheint zuweilen als diffuse Bedrohung vor. Ein Programm über Repräsentationsfragen, das Sprengen des Bildrahmens und die Verantwortung, die im Ausrichten der Kamera liegt.//The framing of the camera, the choice of the picture frame, always is a deliberate choice: It decides, who and what will be seen and who and what won’t. The frame delineates our gaze, it focuses our attention, constrains our reception, fades out what is invisible. What is outside the frame, remains unseen. Tunnel vision emerges, and what lies beyond the corridor of perception only radiates a diffuse sense of threat into the peripheral field of view from time to time. A program on representation, ways of exploding the image frame, and the responsibility of aiming the camera.Night HorseDieser traumlogische Film besteht ausschließlich aus Bildmaterial, das von ungesicherten Live-Streams von Überwachungskameras abgegriffen wurde. Ein Pferd in verschiedenen Erscheinungsformen, Unsichtbarkeit, digitale Artefakte und der elektroakustische Klangteppich sind seine Akteure auf einer abstrakten Reise durch die Nacht. Durch die Augen der Maschine gesehen wird die Welt ein gruseliger Ort. Gefangen in der Perspektive dieses paranoiden, nachtaktiven Betrachters fragen wir uns, was wohl außerhalb seines Blickfelds liegen mag.Japan, Belgien 2019 / 18:35 Min. / Keine DialogeRegie: Jeroen Van der StockDeutschlandpremiereVever (for Barbara)Drei Filmemacherinnen aus drei Generationen, die in den Machtstrukturen, von denen auch sie Teil sind, nach Alternativen suchen. Jede Frau widmet sich einem Thema, dem sie außen vor ist, doch ihr Blick ist ihrem Subjekt zugewandt wie eine ausgestreckte Hand. Vever (for Barbara) entstand aus aufgegebenen Filmprojekten von Maya Deren und Barbara Hammer. Hammers Aufnahmen einer Motorradreise durch Guatemala 1975, werden mit Maya Derens Gedanken zu Scheitern, Begegnung und Initiation in Haiti in den 50ern, durchwebt. Ein Film über die Macht und die Verantwortung hinter der Kamera.USA 2018 / 12:00 Min. / Englisch / englische UTRegie: Deborah StratmannMeanwhile on Set...NOMINIERUNG: A38-StipendiumDrei Schauspielerinnen begehren auf. Gegen die Anweisungen des Regisseurs, gegen die Narration des Films, gegen die Unterstellungen des Talkmasters – gegen ein System, das ihre Identitäten, ihre Körper, ihre Geschichte(n) ausbeutet, verfälscht und unsichtbar macht. Meanwhile on Set… stellt die Arbeitsbedingungen Schwarzer Schauspielerinnen in Großbritannien in den Fokus seiner performativen Interventionen und lässt seine Protagonistinnen die mal subtilen, mal offensichtlichen rassistischen Strukturen des Unterhaltungssystems sprengen.Großbritannien 2018 / 15:00 Min. / EnglischRegie: Jennifer MartinHe Had Got Certain VibesEine Szene altmodischer Häuslichkeit wird durch ein magisches Ritual aus dem Fernseher in Unordnung gebracht. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, dem Alltäglichen und dem Paranormalen verschwimmen und die Undurchlässigkeit des Bildrahmens wird in Frage gestellt.Großbritannien, Spanien 2019 / 2:31 Min. / EnglischRegie: Greta AlfaroWeltpremiereSwattedSWATTED erzählt von einer Form des Online-Mobbings, bei dem nichtsahnende Videogamer/innen mit fingierten Notrufen Sondereinsatzkommandos der Polizei (SWAT = Special Weapons And Tactics) ins Haus geschickt werden – bevorzugt dann, wenn diese sich im Livestream befinden und die Attacke online mitverfolgt werden kann. Aus Interviews, Found Footage und manipulierten Videospielszenen konstruiert der Film einen Blick in eine Welt, in der der Bildschirm, auf dem die User/innen mit virtuellen Welten interagieren, zum durchlässigen Portal wird und das Spiel sich als reale Bedrohung im Jugendzimmer manifestiert.Frankreich 2018 / 21:14 Min. / EnglischRegie: Ismaël Joffroy Chandoutis