• ROBERT DELONG

  • Di, 30.06.2015 ab 21:00 Uhr
  • Blue Shell
    Luxemburger Str. 32
    50674 Cologne
ROBERT DELONG - Blue Shell - Köln

Der Wahl-Kalifornier Robert DeLong hat mit seinem 2013 veröffentlichten Debütalbum „Just Movement“ ein aufregendes Konzeptwerk voller Inspirationen, Einflüsse und philosophischer Gedanken vorgelegt. Der Multi-Instrumentalist, Produzent, Texter, Songwriter und Sänger entwickelte eine übergeordnete konzeptionelle Idee, der bereits zahlreiche Medien bescheinigten, die Zukunft bezugsoffener Popmusik zu illustrieren. Mit Live-Schlagzeug, Sampler und kuriosen Geräten wie Spiele-Konsolen gelingt ihm die perfekte Symbiose aus Chet Faker, Rihanna, James Bond-Soundtracks und einem feinen Pop-Appeal, wie auch seine Ende 2014 veröffentlichte, aktuelle EP „Long Way Down“ beweist. Die daraus ausgekoppelte, gleichnamige Single hat seinen Bekanntheitsstatus in den USA um ein Vielfaches gesteigert und befindet sich in Deutschland auf höchsten Rotationen bei vielen Radio Sendern. Seine Live-Shows gelten als Erweckungserlebnisse zwischen digitaler und analoger Musikdarbietung. Zwei dieser außergewöhnlichen Konzerte kann man Ende Juni in Berlin und Köln erleben.

Laut Robert DeLong sei das Grundgerüst seiner Musik, die gedanklichen Welten einer poetischen Selbstreflexion mit technologischem Futurismus in Einklang zu bringen. Der in Seattle aufgewachsene und in Los Angeles lebende Absolvent eines klassisschen Jazz-Studiums begann schon früh, seine Arbeiten vollkommen autonom zu entwickeln. Inspiriert durch den Indie-Rock von Bands wie Modest Mouse oder Death Cab For Cutie einerseits und der zeitgenössischen Clubszene andererseits, verbindet er die Werte und Stilelemente dieser Genres in seiner Musik, die ebenso am Laptop entsteht, wie er auf ‚echte’ Instrumente zurückgreift.

Für „Just Movement“ stellte sich DeLong die Frage, was mit der Welt geschähe, wenn man der Menschheit sämtliche moralische und ethische Grundsätze nähme und sie ganz einer rein intuitiven Lebensrealität und Handlungsweise unterwerfen würde. Das Ergebnis seiner Überlegungen: Es bleibt die pure Bewegung. Auf Grundlage dieser Gedanken komponierte er die Songs des Albums, die der britische Guardian beschrieb als eine „futuristische Ein-Mann-Party, die so klingt, als wären Beck und Diplo gemeinsam im Studio, um zu den Beats von Orbital Clubmusik zu machen, die so cool ist wie Calvin Harris“.

Der Titelsong, der das thematische Konzept des Albums zusammenfasst, wurde im vergangenen Jahr in den USA als Single veröffentlicht und erhielt höchste Rotationen auf vielen TV- und Radiokanälen. In der Folge wählten MTV, Vibe und Billboard Robert DeLong unter die „Künstler für 2013“. Zu Recht, denn in diesem Musiker verdichtet sich der Mut, genreübergreifend einen neuen, postmodernen und äußerst mitreißenden Stil zwischen Songwriting, Clubsounds und großer Popmusik zu erfinden.

Wie außergewöhnlich dieser junge Künstler ist, zeigt sich vor allem in der Live-Situation. Hier mischt Robert DeLong Midi-Patterns aus seinem Computer mit Live-Schlagzeug, geloopten Gitarren und Tribal-artigen Percussion-Gewittern, um die Schicht für Schicht konstruierte Musik über ein eigens geschriebenes Soundprogramm für die Wii-Spielekonsole per Joystick anschließend wieder zu verfremden. Augenzeugen sprechen von einem regelrechten Bühnen-Derwisch, der zwischen rund einem Dutzend Instrumenten und Sound-Tools hin und her springt und niemals den Überblick verliert. Und auch das Publikum wird Teil der Show: Vor jedem Konzert bietet die Lebensgefährtin von Robert DeLong den Zuschauern kostenlose Gesichtsbemalungen in schillerndsten Farben an, um auf diese Weise die Konzerte für jeden Einzelnen zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Ein Live-Ereignis, wie man es bislang noch nicht gesehen hat.