• Die Gegenwart der kommunistischen Vergangenheit - und ihre Zukunft

  • Do, 20.11.2014 ab 19:00 Uhr
  • Naturfreundehaus Köln-Kalk
    Kapellenstraße 9a
    51103 Cologne
Die Gegenwart der kommunistischen Vergangenheit - und ihre Zukunft - Naturfreundehaus Köln-Kalk - Köln

mit Bini Adamczak (Berlin)

Bini Adamczak verfolgt die Fehler und Schrecken des Stalinismus vom Hitler-Stalin-Pakt, über die Schauprozesse bis zurück zur Oktoberrevolution. Wie in in ihrem Buch 'Gestern Morgen' geht es dabei um Trauerarbeit die auf die Zukunft zielt. Die Geschichte von Oktoberrevolution und Stalinismus zeigt sie dabei auch anhand der jeweiligen Sexualpolitik - als Befreiungsakt in der Revolution und als Backlash autoritärer Männerphantasien unter Stalin:Denn die Russische Revolution war – auch – eine queer-feministische Revolution. Sie brachte die Legalisierung von Abtreibung und Homosex sowie erste tapsige Schritte zur Auflösung der Familie. 1922 erklärte ein sowjetisches Gericht die Ehe zwischen einer Cisfrau und einem Transmann für rechtens mit dem simplen Hinweis, sie sei einvernehmlich geschlossen worden. Umso mehr müssen sich (radikale) Linke und Kommunist_innen heute fragen, was danach so schrecklich schief gegangen ist - nicht um aus der bequemen Zukunft die Vergangenheit zu belehren, sondern den Anspruch der Vergangenheit in der Zukunft endlich einzulösen.

Die Veranstaltungsreihe Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System" wird unterstützt von:

Jugendclub Courage Köln e.V. , Interventionistische Linke Köln, Naturfreunde Köln-Kalk, Antifa AK Köln, queergestellt (nur Bini Adamczak), Gesprächskreis Geschichte der Rosa Luxemburg Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW