• Grandbrothers live in Köln (AUSVERKAUFT)

  • Do, 18.02.2016 ab 20:00 Uhr
  • Stadtgarten
    Venloer Str. 40
    50672 Cologne
Grandbrothers live in Köln (AUSVERKAUFT) - Stadtgarten - Köln

FILM, Das Filter, Funkhaus Europa & HEY präsentieren

  • Grandbrothers live in Köln - Support: Marton Harvest

Stadtgarten Einlass: 20:00 Uhr Beginn: 20.30 Uhr

Achtundachtzig Tasten – auch die kontemporäre Klaviermusik muss sich auf die wenigen Töne ihrer Klaviatur beschränken und ebendiese überwinden. Grandbrothers zeigen wie so etwas gehen kann. Nach dem Release ihres Debütalbums Dilation im März dieses Jahres machen sie jetzt auch Hausbesuche: Grandbrothers gehen im Februar 2016 auf Tour durch Europa und Deutschland.

In dem 2012 von Erol Sarp und Lukas Vogel gegründeten Duo steckt eine pulsierende Verbindung zwischen Analogem und Digitalem. In ihrer Musik spielen sich die klassische Komposition und elektronische Musik zu – und gegenseitig aus. Angereichert vom ganzen Rest ihrer breiten, musikalischen Sozialisierung – Ambient, Jazz, Hip Hop, … – schaffen sie es, den Flügel wieder aufregend und abenteuerlich klingen zu lassen. Ja, sie entheiligen ihn sogar, schinden ihn, suchen seine Grenzen. Ein Skelett von Stangen, Gurten, Kabeln, Mikrofonen und rund zwanzig elektromechanischen Hämmern greift in ihn ein. Die Hämmer von Lukas Vogel schlagen auf die Saiten, den Holzkorpus, die Mechanik und holen zusätzliche Rhythmen aus dem Flügel, während Erol Sarp ihn auf halbwegs übliche Weise spielt. Doch bei aller Kuriosität des Konzepts steht bei ihnen die Hörbarkeit der Musik im Mittelpunkt – und nicht das Konzept selbst.

Die einzigartige Liveshow der Grandbrothers überträgt das stetige Wechselwirken in ihrer Musik, von Analogem und Digitalem, von Genre und Einfluss, von Innen und Außen, von Sitzen und Tanzen wollen, direkt auf die Bühne – und schafft dabei etwas sehr Lebendiges. Der Zuschauer hat das Gefühl, bei einer Operation am offenen Herzen des Flügels teilnehmen zu können.

Inspiriert von Künstlern wie Steve Reich, Ryuichi Sakamoto und Alva Noto besticht das auf FILM veröffentlichte Album durch seine cineastischen und perkussiven Klangsphären. Es löst Bilder und Gedanken im Kopf aus.