• Die Entdeckung: Emil und Karl von Yankev Glatshteyn

  • Di, 24.02.2015 ab 19:30 Uhr
  • Literaturhaus Köln
    Großer Griechenmarkt 39
    50676 Cologne
Die Entdeckung: Emil und Karl von Yankev Glatshteyn - Literaturhaus Köln - Köln

Wien 1938: Die beiden neunjährigen Freunde Emil und Karl sind plötzlich in dem von den Nazis annektierten Österreich auf sich allein gestellt. Ihre Eltern wurden vor ihren Augen verhaftet. Die beiden Jungen, all ihrer Sicherheiten beraubt, erleben Unfassbares, aber auch Unterstützung von Menschen, die für sie ihr Leben riskieren. Durch die Augen von Kindern, die das Grauen um sie herum nicht begreifen können, hat Yankev Glatshteyn eines der ersten Bücher für junge Leser über den »Holocaust vor dem Holocaust« verfasst. Der jiddisch schreibende Poet, der vor allem mit seiner wilden und modernen Lyrik bekannt wurde, zeigt sich in dem Roman Emil und Karl (Die Andere Bibliothek) als Prophet. Geschrieben für seine Kinder, ist Emil und Karl nicht einfach nur ein Jugendbuch, sondern ein Buch für Leser jeden Alters und jeder Sprache. Es ist ein Roman über die Situation von Kindern in einer unheilvollen Zeit. Aber vor allem ist es eine Geschichte über Freundschaft.

Die Übersetzerin Esther Alexander-Ihme stellt den Roman Emil und Karl und seinen Autor Yankev Glatshteyn vor und spricht über die Arbeit als Übersetzerin aus dem Jiddischen. Heidrun Grote liest aus dem Roman.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage mit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW und des Kultursekretariats NRW