• Revolution und Konterrevolution im China der 1920er Jahre

  • Mi, 02.09.2015 ab 19:30 Uhr
  • SDS Köln
    Zülpicher Straße 58
    50674 Cologne
Revolution und Konterrevolution im China der 1920er Jahre - SDS Köln - Köln

Marx und Engels nannten die proletarische Revolution “das radikalste Brechen mit den überlieferten Eigentumsverhältnissen”. Leo Trotzki nannte sie „eine offene Kraftprobe zwischen den sozialen Kräften im Kampf um die Macht“, während Lenin die Diktatur des Proletariats definierte als “die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, die fähig ist, den unvermeidlichen, verzweifelten Widerstand der Bourgeoisie niederzuhalten und für die Neuordnung der Wirtschaft alle werktätigen und ausgebeuteten Massen zu organisieren.” Im China der 1920er Jahre erwuchs aus der Krise des Landes eine revolutionäre Situation, die zum Entstehen des chinesischen Kommunismus, zur Gründung der KP Chinas und zur Radikalisierung der ArbeiterInnenbewegung führte. Es kam zur Kraftprobe zwischen der Revolution durch die Massen und der bewaffneten Konterrevolution, was jedoch nicht in eine Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse mündete, sondern vielmehr in eine völlige Niederlage der chinesischen ArbeiterInnenbewegung. Das Bündnis der chinesischen Kommunisten mit den Nationalisten endete in einem Blutbad für die chinesische Linke. Aus der Niederlage erwuchs die maoistische KP, deren Bauernarmee China erobern sollte und bis heute das Land regiert. Die Umstände des Scheiterns der chinesischen Oktoberrevolution sind der Stoff dieser Veranstaltung.