• Ingo Günther / Refugee Currents – Company versus Country

  • Fr, 11.12.2015 ab 19:00 Uhr
  • Galerie Brigitte Schenk
    Albertusstraße 26
    50667 Cologne
Ingo Günther / Refugee Currents – Company versus Country - Galerie Brigitte Schenk - Köln

Ingo Günther Shape of Science

Opening Reception Friday, December 11, 2015, 7 – 9.30 pm The artist is present

Exhibition runs until March 22, 2015 Open Tuesday-Friday: 11am-2pm and 3pm-6pm Saturday: 11am-3pm

Image: Ingo Günther, “Company vs. Country”, 2011, mixed media, Diameter 30 cm.

English: Ingo Günther is a German born, New York based new media artist credited with pioneering the use of mapping and data visualizations in both art and journalism. His award-winning work has been shown in over twenty countries and is in the permanent collection of several global institutions and museums. At first glance, Ingo Günther’s glowing globes exude an aura of times past, evoking libraries from the Age of Enlightenment when such globes were a prominent expression of scientific discovery. A closer look reveals that Günther has overlaid his globes with current geo-social, political, economic, environmental, historical, technological and scientific data collected from institutions, governments, and media sources around the world, raising issues of globalization as neutrally as possible. Since 1988, when Ingo Günther set out on his ongoing World Processor project, it has grown to encompass 1000 globes. For each site-specific installation, he modifies them anew, creating a new situation from case to case. Dozens of Ingo Günther’s Worldprocessor Globe designs come to new animated life accompanied with a data-driven soundtrack on the 6 meter diameter geo-cosmos display, the emblematic heart of the Museum of Emerging Science and Innovation in Tokyo, Japan. Working in diverse cultures such as America, Japan, China, Korea, Vietnam and Europe Günther had to find a language and methodology that would transcend local flavors as well as ideological and civilizational barriers and thus would identify and build common ground. His perspectives have manifested themselves in a plethora of works, many of which transcend the boundaries of art. There are collaborations with scientists, architects, policy makers, and journalists across fields, disciplines and methodologies. His teaching experience goes back to having been one of the founding professors of the KHM (Academy of Media Arts) in Cologne, Germany (1990), the first of its kind in Europe.

Deutsch: Der in Deutschland geborene Künstler Ingo Günther lebt und arbeitet seit 25 Jahren in New York. Er ist dadurch bekannt geworden, dass er komplexe, statistische Daten zu Kunstwerken machte, indem er sie auf Globen bannte und sie ebenfalls dem journalistischen Gebrauch zur Verfügung stellte. Seine preisgekrönten Arbeiten sind in mehr als 20 Ländern ausgestellt worden und befinden sich in wichtigen, internationalen Sammlungen und Museen. Auf den ersten Blick strahlen Günthers beleuchtete Globen eine Aura des Vergangenen aus, lassen an das Zeitalter der Aufklärung erinnern und dessen Bibliotheken, als diese Globen noch Ausdruck wissenschaftlicher Entdeckung waren. Bei genauerem Betrachten sieht man, dass Günther diese Globen mit aktuellen, geo-sozialen, ökonomischen, umweltbezogenen, historischen, technologischen und wissenschaftlichen Daten bespielt, die er von Instituten, Regierungen und verschiedensten weltweit operierenden Medien bezieht, um Merkmale der “Globalisierung” so neutral wie möglich zu untersuchen. Der 1988 begonnene “World Processor” von Ingo Günther ist ein bis heute andauerndes Projekt. Hier modifiziert Günther seine bis heute circa 1000 Globen für seine Installationen in immer wieder neuen Inszenierungen gemäß unterschiedlicher Raum-Situationen. Dutzende von Günthers Globen Designs kommen im Herzen des Foyers des “Museums for Innovation and Science” in Tokyo zum Tragen, wo sie durch aufwendige Animationen und mit einem data gespeisten Soundtrack auf dem 6 Meter im Durchmesser umfassenden Geo-Cosmos programmiert sind. In verschiedenen Kulturen arbeitend wie in Amerika, Japan, Korea, Vietnam und Europa war Günther dazu gezwungen, eine Sprache und Methodologie zu benutzen, die sowohl die lokalen Begebenheiten transzendierte als auch die ideologischen und zivilisatorischen Grenzen durchbrach und dennoch dazu fähig war, sich mit ihr zu identifizieren. Die verschiedenen, eingenommenen Perspektiven haben zu einer komplexen Fülle von Arbeiten geführt, die die Grenzen der Kunst oft genug überschritten wie die Kooperationen mit Wissenschaftlern, Architekten, politischen Entscheidungsträgern und Journalisten sowie unterschiedliche Disziplinen und Methodologien zeigen. Seine Lehrerfahrung geht auf die Zeit zurück, wo er 1990 einer der Gründungsprofessoren der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM) war; die erste ihrer Art in Europa.