• IMELDA MAY

  • So, 09.11.2014 ab 20:00 Uhr
  • GLORIA THEATER
    Apostelnstr. 11
    50667 Cologne
IMELDA MAY - GLORIA THEATER - Köln

Man mag es kaum glauben, aber “Mayhem”, das letzte Album der irischen Rockabilly-Queen IMELDA MAY, datiert tatsächlich schon aus dem Februar 2011. Allerdings haben sich einem die Songs dieses zweifach vergoldeten Werks und auch die seines brillanten Vorgängers “Love Tatoo” dermaßen ins Ohr geschraubt, dass man sie dort noch heute sehr präsent hat. Deshalb kommt es einem, obwohl nun bereits mehr als drei Jahre verstrichen sind, auch so vor, als wäre “Mayhem” erst gestern veröffentlicht worden. Doch jetzt meldet sich IMELDA MAY , die vorletztes Jahr erstmals Mutter geworden ist, nach verdienter Mutterschaftspause endlich mit einem neuen Album zurück. Und auf “Tribal” sprüht sie nur so vor Energie und Lebensfreude. Ihre positive Einstellung macht sie gleich in der ersten Single-Auskopplung deutlich: dem unglaublich ins Ohr gehenden, frühlingshaften Hit “It’s Good To Be Alive”.

Die Nummer bietet einen perfekten Querschnitt von allem, was IMELDA MAY so besonders macht. Von der klassischen Roots- /Rockabilly- Hook des Songs über die rock’n’rollenden Gitarrenlinien bis hin zu IMELDA MAYs ebenso kraftvoller wie heißblütiger Stimme. Seit sie 2009 ihr fetziges Debütalbum “Love Tattoo” herausbrachte, zählt IMELDA MAY zu den originellsten Stars im Musikkosmos. Das Album brachte ihr als bester Künstlerin des Jahres den irischen Meteor Music Award ein. Mit ihrer brodelnden Mischung aus Rockabilly, Jazz, Blues und Torch Songs aus den Hinterräumen Dubliner Pubs spielte sie auf den größten Musikfestivals der Welt und bei der 52. Grammy‐ Preisverleihung brachte sie das Publikum zum Rasen.

2011 folgte das doppelt vergoldete Album “Mayhem”. Anschließend ging sie als Botschafterin des guten, traditionellen Rock’n’Roll‐Spirits auf ausgiebige Tournee durch die Welt und eroberte als Fans u.a. Bono, mit dem sie im Dezember 2011 im Dubliner The O2 zwei restlos ausverkaufte Konzerte bestritt. Auftritte absolvierte sie in den letzten Jahren auch an der Seite von Rockabilly-Legende Wanda Jackson (die Imeldas großes Idol ist), Jeff Beck, Alison Moyet, Lou Reed, David Gilmour, The Supremes, Brian Setzer, The Dubliners, Madeleine Peyroux, Matt Bianco und Elvis Costello.

Auf “Tribal” gibt sich IMELDA MAY weniger verspielt und kompromissloser denn je. Der Großteil des Repertoires – fast durchweg von Imelda selbst geschrieben! – besteht aus muskulös-rockigen, mitunter punkig angehauchten Nummern wie dem Titelsong, “Wild Woman”, “Hellfire Club”, “Five Good Men” und “Right Amount Of Wrong”. Aber natürlich wildert May auch diesmal wieder in anderen Genres. Betont jazzig wird es – nicht zuletzt dank Dave Prisemans growliger Trompete – in “Wicked Way”, während “Ghost Of Love” die Farben des Blues trägt. “Gypsy In Me” wiederum entpuppt sich als ein düsterer Waltz. Und von ihrer sonnigeren Seite zeigt sich IMELDA MAY in dem bereits erwähnten hitverdächtigen “It’s Good To Be Alive”, in “Little Pixie”, das wie ein Schlaflied für Mays Tochter Violet Kathleen klingt, in “Round The Bend” und “I Wanna Dance”. Lustvoll und ausgelassen feiert IMELDA MAY die großartige Subkultur des Rockabilly und legt den Verdacht nahe, dass das Herz dieser Musik heute nicht mehr in Memphis schlägt, sondern in Dublin. Dort wird die Sängerin demnächst beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTÉ (Raidió Teilifís Éireann) ein eigenes Live-Musikprogramm erhalten, das ein ähnliches Format bekommen soll wie die populäre BBC-Sendung “Later… With Jools Holland”. In dieser TV-Show, man erinnere sich, gelang IMELDA MAY der große Durchbruch. Nun will sie in ihrer Show selbst neuen irischen Musiktalenten eine Plattform bieten.