• Maxie Wander: Und irgendwie träume ich davon, ein neues Leben zu beginnen

  • Fr, 27.02.2015 ab 20:00 Uhr
  • Cammerspiele Leipzig
    Kochstraße 132
    04277 Leipzig
Maxie Wander: Und irgendwie träume ich davon, ein neues Leben zu beginnen - Cammerspiele Leipzig - Leipzig

Sechs Frauenportraits aus “Guten Morgen, Du Schöne” und Texte aus den Tagebüchern und Briefen

(Es spielen: Cornelia Hudl und Steffi Dautert | Regie: Steffi Dautert | Textfassung/Bearbeitung: Steffi Dautert, Romy Marienfeld | Musik: Alexander Aue | Assistenz: Sylvia Metz | Hospitanz: Susann Ratzsch)

Das Leben, eine Reise. Wir haben viel Gepäck. Wir sind immer zu schnell. Halten wir doch einmal inne! “Das Ohr an die Bäume legen wie an den Mutterleib.”* Zeit für eine Bestandsaufnahme. (*zitiert nach Maxie Wander)

“Guten Morgen, du Schöne” ist der einprägsame Titel eines Buches, der Interviewportraits von Frauen der DDR in sich vereint. Der Österreicherin Maxie Wander (1933-1977), die mit ihrem Mann, dem jüdischen Schriftsteller Fred Wander, in die DDR übergesiedelt war, gelang 1977 mit ihrem einzigen, zu Lebzeiten veröffentlichtem Buch eine Sensation. Hier erzählen Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedener Milieus tabulos über ihre Bedürfnisse, Ängste, Wünsche, Träume und Lebenskonzepte. Kein Thema, keine Emotion wird ausgespart oder negiert.

Unter der Regie von Steffi Dautert werden am 25. Februar 2015 in den Cammerspielen Leipzig sechs Portraits unter dem Titel „Und irgendwie träume ich davon, ein neues Leben zu beginnen“ auf die Bühne gebracht. In der Fassung für zwei Schauspielerinnen erfahren die Portraits eine Ergänzung um autobiografische Texte Maxie Wanders, die den beiden postum veröffentlichten Büchern mit Tagebuchaufzeichnungen und Briefen der Schriftstellerin entnommen sind. Diese Texte verknüpfen, ergänzen und kommentieren die Portraits, betten sie in einen philosophischen Rahmen und führen damit Spielerinnen wie Publikum durch den Abend.

Im Mittelpunkt steht die scheinbar einfache Frage: „Wie wollen wir leben?“ Die Inszenierung unternimmt eine Bestandsaufnahme und verfolgt Spuren von möglichen, dabei ganz verschiedenen Lebensentwürfen. “Ich habe so viele Leben kennengelernt, nur meines kenne ich noch immer nicht.”* Zwischen NeuGier und SehnSucht, zwischen Zweifel und Angst, zwischen Hoffnung und Resignation entsteht ein zeitloses Stück über das Leben und das Mensch-Sein.