• Ian Cumberland »A Common Fiction / Once removed«

  • Sa, 12.01.2019 ab 11:00 Uhr
  • Josef Filipp Galerie
    Spinnereistraße 7 / Halle 20
    04179 Leipzig
Ian Cumberland »A Common Fiction / Once removed« - Josef Filipp Galerie - Leipzig

Ian Cumberland»A Common Fiction / Once removed«12. Januar - 16. Februar 2019Eröffnung zum Winterrundgang der SpinnereiGalerien:12. Januar, 11 - 20 UhrDie Josef Filipp Galerie ist hoch erfreut mit einer Einzelausstellung das erste Mal die Arbeiten des irischen Künstlers Ian Cumberland in Deutschland präsentieren zu können. Unter dem Titel ›a common fiction‹ werden in dieser Schau aktuelle Arbeiten, aus denen einige zuletzt in der renommierten Golden Thread Gallery in Belfast (Nord-Irland) zu sehen waren, zusammen mit weiteren Werken aus der vorangegangenen Ausstellung ›once removed‹ präsentiert. Dafür wurde Cumberland mit dem Artists International Development Fund des British Council sowie des Arts Council of Northern Ireland gefördert. Ian Cumberland, geboren 1983 in Banbridge (Nord-Irland) studierte an der Universität in Ulster [2002–2006] und erhielt national wie international vielfach Anerkennung für seine mit Preisen ausgezeichneten realistischen Porträts. In seiner aktuellen künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Cumberland mit den Themen des Spektakels, des Unheimlichen, dem Blick und dem Anderen. Es sind Momente der Verunsicherung, der Enttäuschung, des Nachdenkens, der Niederlage bis hin zum Unheimlichen in unserer spätkapitalistischen Welt, die Cumberlands Malerei in saturierter Kolorierung und feinsinniger, fast cineastischer Inszenierung aufgreift. Dabei erörtern die Werke mit bildnerischen Mitteln die Entfremdung des Individuums durch sowohl die gesteigerte Kommerzialisierung der Gesellschaft als auch den Einfluss von Technologie. Die entstandene Disparität zwischen Schein, oder Erscheinung, und Wirklichkeit wird dabei zum zentralen Moment des Ausdrucks. Cumberland konstruiert dazu Szenen aus Requisiten und Modellen, deren Konstruiertheit mit den Mitteln der dramatischen Lichtsetzung und Fotografie gesteigert werden. So inszeniert der Künstler das Spektakel einer mit Illusionen besetzten Normalität. Die daraus entwickelten Gemälde werden ihrerseits durch den Künstler ein weiteres Mal im Ausstellungsraum in Szene gesetzt und Teil einer Installation, ergänzt durch Tonarbeiten. Einzelne malerische Elemente erhalten durch Gewebe, Farbe, Neonlicht, Skulptur und Videoarbeiten eine wiederholte Zitation und Verlängerung in den Ausstellungsraum. Die Installationen heben auf diese Weise nochmals den konstruierten Charakter in den Sujets sowie den Kompositionen hervor. Ian Cumberlands Arbeit wurde bereits in einer Vielzahl renommierter Ausstellungen international präsentiert. 2010 gewann der den Davy Portrait Award, 2011 erreichte er den dritten Platz im BP Portrait Award. Er wurde ausgezeichnet mit dem ACES Award des Arts Council Nord-Irland [2014], 2012 erhielt er den Ireland-US Council & Irish Arts Review Portraiture Award 2012, es folgten der SIAP-Preis des Arts Council of Northern Ireland 2011, 2010, 2009 und der KPMG Emerging Artist Award 2010, 2009. Cumberlands Werke sind Teil bedeutender öffentlicher Sammlungen in Irland und in Großbritannien, etwa in der NICS Government Art Collection, National Self Portrait Collection of Ireland, OPW State Art Collection, Arts Council of Northern Ireland, Belfast City Hall, Queens University sowie der University of Ulster.