• Sarah Diehl: „Die Uhr, die nicht tickt – Kinderlos glücklich“

  • Sa, 14.03.2015 ab 19:00 Uhr
  • MONAliesA
    Bernhard-Göring-Straße 152
    04277 Leipzig-Connewitz
Sarah Diehl: „Die Uhr, die nicht tickt – Kinderlos glücklich“ - MONAliesA - Leipzig

„Die Uhr, die nicht tickt – Kinderlos glücklich“ 2014 Arche Literatur Verlag

Buchvorstellung mit Sarah Diehl

„Wenn meine biologische Uhr mir etwas sagt, dann, dass ich im besten Alter bin, dieses Buch zu schreiben.“

Immer mehr Frauen bleiben freiwillig kinderlos, nicht nur in Deutschland. Aber das Reden über die biologische Uhr ist so allgegenwärtig, dass Frauen sich selbst misstrauen, wenn sie die Uhr nicht ticken hören. Sie zweifeln ihre eigene Entscheidungsfähigkeit an, weil ihnen vermittelt wird, dass sie etwas anderes wollen müssen. Geht es ums Kinderkriegen, wird unbeirrt festgehalten an der Vorstellung vom angeborenen Mutterinstinkt und an der Idee vom allein seligmachenden Glück der Kleinfamilie.

Politik und Gesellschaft bauen demografische und biologistische Schreckgespenster auf, um an alten Familienkonzepten und Geschlechterhierarchien festhalten zu können, so dass kein Kind zu wollen als unnatürlich, egoistisch und feige gilt. Sarah Diehl plädiert für ein Umdenken in Bezug auf Weiblichkeit, dem solidarischem Zusammenleben, Pflegearbeit und für die Vielfalt der Lebensmodelle.

„Die Uhr, die nicht tickt – Kinderlos glücklich“ ist 2014 im Arche Literatur Verlag erschienen. Siehe auch: https://www.facebook.com/DIEUHRDIENICHTTICKT

Sarah Diehl, geboren 1978, studierte Museologie, Afrikawissenschaften und Gender Studies. Sie arbeitet zum Thema „Reproduktive Rechte im internationalen Kontext“, hat hierzu zwei Anthologien (unter anderem „Brüste kriegen“, Verbrecher Verlag) veröffentlicht und einen preisgekrönten Dokumentarfilm gedreht: „Abortion Democracy: Poland/South Africa“. 2012 erschien ihr erster Roman „Eskimo Limon 9“. Sarah Diehl lebt als Schriftstellerin, Publizistin und Filmemacherin in Berlin.

Eine Kooperation der feministischen Bibliothek MONAliesa, der Zeitschrift "outside the Box" und der Buchhandlung drift