• Innen und Aussen

  • So, 29.09.2019 ab 11:00 Uhr
  • GEDOK Schleswig-Holstein e.V.
    Holstenstraße 14-16
    23552 Lübeck
Innen und Aussen - GEDOK Schleswig-Holstein e.V. - Lübeck

GEDOK SHINNEN UND AUSSEN - Themenausstellungim Hafenschuppen C, Willy-Brandt-Allee 31, 23554 LübeckKünstlerinnen:Bruni Jürss, Angela Sellschopp, Renate Basten, Evelyn Steinmetz, Monika-Maria Dotzer, Barbara Engel, Eva Stüben, Ruth Bleakly-Thiessen, Cornelia Regelsberger, Astrid Blome, Maren Allermann, Karin Hilbers, Claudia Wilm, Titia Ohlhaver, Anna Maria Brügmann, Ute Lübbe, Elisabeth Rühe-Singelmann, Annelies Hölscher, Rufina SchröterDauer: 27.09. - 06.10.2019Vernissage: 27.09. um 19.00 UhrRede: Annette von Gerlach-Zapf, Vorsitzende der GEDOK SHSchlagzeugperformance: Arian RobinsonLesungen: Brigitte Halenta aus ihrem Roman „Die breite Zeit“, Marion Hinz Gedichte von Menschen und MeerFinissage: 05.10. um 16.00 UhrLesungen: Brigitte Halenta, Marion Hinz, Regine Mönkemeier, Romy SalvagnoMusik: Imke Looft, Margrit Cuwie, Mira TeofilovaSie spielen: Mozart, Schubert, Mendelssohn, Hugo Wolf, Arnold Schönberg und Fritz KreislerStatement: Die Ausstellung stellt die Begriffe „Innen und Außen“ in den Mittelpunkt künstlerischer Reflexion. Die Ausstellung motiviert, die Begriffe „Innen und Außen“ kritisch zu hinterfragen und neue, zeitgemäße Bilder zu formulieren ‐ Blick und Wahrnehmung über Grenzen hinaus zu sensibilisieren. Die Vorstellung des „Innen bzw. Außen“ ist nur mit der Idee von Grenzen zu denken – eine Grenze aber schließt ab und schließt aus. Welche Innen‐ und Außenwahrnehmung beschäftigt die GEDOK Künstlerinnen, wo sehen sie die Grenzen, wie kann man das „Innen Außen“ zum Bild werden lassen? Anna Brügmann zeigt beispielsweise weibliche Figuren in Bewegung. Vordergrund und Hintergrund zerfließen malerisch ineinander und können so als ungetrenntes Innen und Außen gelesen werden. In Eva Stübens aktuellen Drucken geht es ihr darum, dass Innen und Außen darzustellen, und doch nicht die Wirklichkeit abzubilden. Die 2 x 3 m große Arbeit von Barbara Engel zeigt tanzende Menschen mit Kopfhörern. Die Tanzenden sind abgeschottet vom Außen aber auch von anderen Menschen – sie wirken einsam in ihren Grenzen. Cornelia Regelsberger zeigt in vier kleinen Grafitzeichnungen normierte Körperhaltungen und gleichzeitig die dahinter liegenden inneren Emotionen der Figuren. Eine weitere Szenerie befragt den Verlust des Paradieses: Ist es eine Grenzüberschreitung zur aktiven Freiheit oder der Verlust von vorgegebener Sicherheit – im Bild eines Käfigs. Ute Lübbes Arbeit ist in der Kirche St. Marien entstanden. Eine Deckenzeichnung steht im Mittelpunkt, die aufgrund der Kuppelhöhe von 38 m nur mit einem Feldstecher erkennbar war für die Künstlerin. Es sind kaum wahrnehmbare im Außen lebende Tiere/Fabelwesen. Verfremdet versucht sie diese in die heutige Zeit zu übertragen. Die Deckenhöhe in der Kirche und jetzt im Hafenschuppen C lassen die Bilder für den Betrachter verschwimmen, "innen" und "außen" ist nicht mehr trennbar. Weitere Künstlerinnen zeigen nachdenkenswerte Positionen zu diesem aktuellen Thema. Die „Innen ‐ Außen“ ‐ Ausstellung der GEDOK Schleswig‐Holstein ist gleichzeitig auch eine spannende Rauminstallation – hängen doch großformatige Gemälde an den hohen Außenwänden des Hafenschuppens, während die kleineren Formate mit oftmals sehr persönlichen Fragestellungen in einem weißen Kubus (White Cube/Zuckerwürfel) mitten im Raum ‐ wie in einem Schutzkokon ‐ zu sehen sind. Das Innen und Außen des Hafenschuppens wird somit zu einem konzeptionellen künstlerischen Prinzip des Themas.