• Romain Rolland und Deutschland im Ersten Weltkrieg

  • Di, 23.10.2018 ab 18:30 Uhr
  • Haus Burgund
    Große Bleiche 29
    55116 Mainz
Romain Rolland und Deutschland im Ersten Weltkrieg - Haus Burgund - Mainz

/// Eintritt frei ///Romain Rolland schätzte das alte Deutschland von Goethe und Beethoven bis Wagner und Nietzsche und unterhielt noch vor Ausbruch des Krieges eine umfangreiche Korrespondenz mit deutschen Intellektuellen. Sein preisgekrönter und beiderseits des Rheins viel gelesener Roman Jean Christophe (1904-12) vermittelte zwischen der deutschen und der französischen Kultur (Grand Prix de littérature de l’Académie Française 1913 und Literatur-Nobelpreis 1915).Der Beginn des Ersten Weltkrieges überrascht ihn in der Schweiz. Der brutale Angriff der deutschen Armeen auf Belgien und Frankreich veranlasst ihn zu einer Reihe von Artikeln im Journal de Genève, in denen er sich zunächst sehr kritisch mit der deutschen Kriegsführung und den deutschen Intellektuellen auseinandersetzt. Dies ändert sich im Laufe der Kriegsjahre: er sieht die Verantwortung für den Krieg nicht nur bei Deutschland und erkennt die Haltung kritischer deutscher Intellektueller und Pazifisten an. Noch im Krieg wirbt er für einen gerechten Frieden und ein versöhntes Europa. Der Vortrag von Wolfgang Kalinowsky, Studiendirektor i.R., soll an Hand von Dokumenten aus den Büchern Au-dessus de la Mêlée und dem Journal des Années de Guerre sowie aus der Korrespondenz mit deutschen Intellektuellen diese Entwicklung aufzeigen.Dank einer großzügigen Bücherspende an die Bibliothek des Hauses Burgund können zahlreiche Werke von Romain Rolland in deutscher und französischer Sprache ausgeliehen werden. Die Nutzung der Bibliothek ist kostenlos.Eine Veranstaltung im Rahmen des nationalen Tags der Bibliotheken und zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren