• Sven Drühl. Simulationen. Landschaft jenseits der Wirklichkeit

  • Do, 16.02.2017 ab 10:00 Uhr
  • Kunsthaus
    Königstraße 93
    90402 Nuremberg
Sven Drühl. Simulationen. Landschaft jenseits der Wirklichkeit - Kunsthaus - Nürnberg
  1. Februar bis 16. April 2017

Massive Hochgebirge, brodelnde Vulkane, gewaltige Meereswellen: Landschaften sind das zentrale Thema von Sven Drühl (*1968). Ohne Staffage sind seine farblich reduzierten Räume einerseits von der Natur durch Lava, Erde, Wasser, Eis oder Schnee geprägt, andererseits auch architektonisch vom Menschen. Für seine Motive begibt sich der Künstler seit über 15 Jahren auf eine Zeitreise von den romantischen Landschaftsgemälden des 19. Jahrhunderts bis in die digitalen Bildwelten der Gegenwart.

Dabei lässt sich Drühl von unterschiedlichsten Formensprachen inspirieren: von spitzen Eisschollen des Malers der Romantik Caspar David Friedrich, Ast- und Laubwerk japanischer Holzschnitte, der so genannten Shin-hanga aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder einem Sonnenuntergang im Gegenlicht aus einem Werk des Fotografen Wolfgang Tillmans. Drühl reduziert die Vorlagen auf einige tragende Elemente und überträgt diese in seine Gemälde, die so plastisch wie abstrakt anmuten. Die Bildtitel verdeutlichen sein Vorgehen und geben die Initialen der Künstlernamen an, aus deren Werken er zitiert.

Abb.: Sven Drühl, S.D.E.T., 2016, 180 x 260 cm, Lack auf Leinwand, courtesy CONRADS, Düsseldorf