• Die Engel von St. Pauli, St.-Pauli-Reihe

  • Mi, 10.04.2019 ab 21:15 Uhr
  • KommKino
    Königstr. 93
    90402 Nuremberg
Die Engel von St. Pauli, St.-Pauli-Reihe - KommKino - Nürnberg

St. Pauli ist durch „Der goldene Handschuh“ und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir im April und Mai 15 ausgewählte St.-Pauli-Kracher, zu einem großen Teil im originalen 35mm-Kinoformat. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.„Jürgen Roland, der sich im „Milieu“ exzellent auskannte und dessen Serie „STAHLNETZ“ im deutschen Fernsehen Maßstäbe in Sachen Realismus setzte (zuvor hatte er u. a. Drehbücher für die ähnlich angelegte Serie „DER POLIZEIBERICHT MELDET …“ geschrieben), ließ sich für „DIE ENGEL VON ST. PAULI“ von realen Begebenheiten inspirieren, die jedem, der damals in Hamburg und St. Pauli lebte, ein Begriff sein mussten. Dabei ging es ihm aber nicht so sehr darum, die Realität lediglich abzubilden, sondern sich ihr gerade so weit anzunähern, dass die Plausibilität ebenso gewahrt blieb wie das ursprüngliche Bedürfnis, dem Zuschauer 90 Minuten spannende Unterhaltung zu bieten. Die im Film geschilderten Ereignisse datieren auf die mittleren Sechzigerjahre, als ein Bandenkrieg zwischen Hamburger und sich im Kiez ausbreitenden Wiener Luden um die Vorherrschaft im Gewerbe ausbrach. Die beiden Konfliktparteien werden im Film angeführt von Jule Nickels (Horst Frank), einem Hamburger Gentleman-Gangster, und dem Österreicher Holleck (Herbert Fux). Ihre Auseinandersetzungen eskalieren, als ein Freier (Werner Pochath) eine Dirne ersticht und untertaucht.Wie eigentlich alle Filme von Roland (seine Beiträge zur Wallace-Reihe, „DER ROTE KREIS“ und „DER GRÜNE BOGENSCHÜTZE“ mal ausgenommen) zeichnet sich auch „DIE ENGEL VON ST. PAULI“ durch die überaus gelungene, schmackhaft präsentierte Verbindung dieser oben erwähnten Authentizität und sensationalistischem Thrill aus. An Originalschauplätzen mit echten Charakterfressen gedreht, atmet der Film diese einmalige, unnachahmliche St.-Pauli-Atmosphäre, die es heute in dieser Form kaum noch gibt, hat man bei den einmaligen Dialogen immer das Gefühl, Szene-O-Ton zu vernehmen.“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)Trailer: https://vimeo.com/258394681Credits: Deutschland 1969, 102 Min., deutsche Fassung, 35mm, R.: Jürgen Roland, D.: Horst Frank, Werner Pochath, Herbert Fux