• Feldarbeit - an archive as artistic concept mit H.D. Huber

  • Do, 16.05.2019 ab 21:00 Uhr
  • Korridor
    Weberstraße 11d
    70182 Stuttgart
Feldarbeit - an archive as artistic concept mit H.D. Huber - Korridor - Stuttgart

Welche Bücher, Filme oder Musikstücke beeindrucken uns? Und warum genau spielt dieses Stück oder dieser Film so eine wichtige Rolle für uns? Palermo / Dialekt Kunstverein lädt Freunde – Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Hintergründen dazu ein, ihre Favoriten vorzustellen. Im Mai besucht uns aus diesem Anlass Hans Dieter Huber in der Bar Korridor.Hans Dieter Huber, geb. 1953, lebt in Stuttgart. Nach einem Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der bildenden Künste in München von 1973-1977, sowie der Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie in Heidelberg promovierte er 1986 im Fach Kunstgeschichte mit der Arbeit System und Wirkung. Interpretation und Bedeutung zeitgenössischer Kunst (München 1989). Danach war er als Assistent für Neuere und Neueste Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg tätig sowie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Städtischen Kunsthalle Mannheim. 1994 habilitierte er sich mit der Arbeit Paolo Veronese. Kunst als soziales System. Von Oktober 1997 bis September 1999 Professor für Kunstgeschichte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig; seit Oktober 1999 Professor für Kunstgeschichte der Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen System und Wirkung. Interpretation und Bedeutung zeitgenössischer Kunst, 1989; Dan Graham. Interviews. Ostfildern 1997, (zusammen mit Hubert Locher und Karin Schulte): Kunst des Ausstellens, 2002; (zusammen mit Bettina Lockemann und Michael Scheibel): Bild Medien Wissen, 2002, Bild, Beobachter, Milieu. Entwurf einer allgemeinen Bildwissenschaft, 2004, Paolo Veronese. Kunst als soziales System, 2005, Kunst als soziale Konstruktion, 2007,Feldarbeit ist ein Veranstaltungsformat, das sich in autobiografischer Spurensuche mit der eigenen Lebensgeschichte auseinandersetzt. Hans Dieter Huber wird dazu eine archäologische Selbstausgrabung seiner Vergangenheit durchführen. Er wird Schicht für Schicht Sediment für Sediment abtragen, um an die Wurzeln seiner eigenen Musiksozialisation zu gelangen. Von 1982-1994 hat er ein umfangreiches Werk von Klang- und Soundarbeiten realisiert, dass bisher weitgehend unbekannt geblieben ist und erst jetzt wiederentdeckt wird. Huber wird an diesem Abend Beispiele seiner eigenen Klangforschung und Soundarbeiten vorstellen, sowie Hörbeispiele anderer Musiker, die ihn beeinflusst haben, wie Wolfgang Dauner, Miles Davis, New Order, aber auch Sovjet France, Mnemonist Orchestra, P16D4, Witold Lutoslawski, Pierre Henry oder Theoretiker wie Theodor Adorno und Nelson Goodman. Er bringt einige Zeichnungen und Partituren, Fotos und Bücher mit und wird einige Videoauschnitte von Live-Performances zeigen.